ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Pflegeausbildung: Verordnung regelt neue Ausbildungsinhalte

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Pflegeausbildung: Verordnung regelt neue Ausbildungsinhalte

Dtsch Arztebl 2018; 115(13): A-559 / B-489 / C-489

Maybaum, Thorsten

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Die Mindestanforderungen an die Pflegeausbildung sind Teil der Verordnung. Foto: dpa
Die Mindestanforderungen an die Pflegeausbildung sind Teil der Verordnung. Foto: dpa

Kurz nach Amtsantritt hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die noch fehlende einheitliche Ausbildung von Alten- und Krankenpflegern auf den Weg gebracht. Die Verordnung soll die Umsetzung der in der vergangenen Legislatur beschlossenen Reform regeln. Sie legt unter anderem die Mindestanforderungen an die Pflegeausbildung und entsprechende Prüfungen fest. Zum Beispiel sind im praktischen Teil für das erste und zweite Ausbildungsdrittel 1 720 Stunden festgesetzt. Jeweils 400 Stunden sind für stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege und ambulante Akut-/Langzeitpflege eingeplant. Für Inhalte der praktischen pädiatrischen Versorgung sind 120 Stunden vorgesehen. Im letzten Ausbildungsdrittel setzt die Verordnung 120 Stunden für die psychiatrische Versorgung an. Dazu kommen 500 Stunden in einem Wahlfach und jeweils 160 Stunden zur freien Verteilung. Insgesamt sieht die Verordnung 2 500 Stunden für die praktische Ausbildung vor. Darüber hinaus sind 2 100 Stunden Theorie vorgeschrieben. Die Verordnung soll Ende des Jahres in Kraft treten. Die Länder erhalten dann ein Jahr Zeit, um sie umzusetzen. Die neue Pflegeausbildung soll 2020 starten. Die Opposition kündigte an, die Verordnung genau zu prüfen. Sie sorgt sich darum, dass mit der Reform zur generalistischen Ausbildung Teilaspekte der bisherigen Ausbildungen zukünftig vernachlässigt werden. may

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