ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Stephen Hawking †: Ein langes und zufriedenes Leben trotz ALS

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Stephen Hawking †: Ein langes und zufriedenes Leben trotz ALS

Dtsch Arztebl 2018; 115(13): A-595 / B-517 / C-517

Gießelmann, Kathrin

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Stephen Hawking, Foto: picture alliance

Als der britische Physiker Stephen Hawking zu Beginn seines Studiums die Diagnose Amyotrophe Lateral-sklerose (ALS) erhielt, gaben ihm die Ärzte nur noch wenige Jahre. Sie sollten mit ihrer Prognose nicht Recht behalten. Am 14. März 2018 verstarb Hawking im Alter von 76 Jahren in Cambridge, was der durchschnittlichen Lebenserwartung sehr nahe kommt. Dabei liegt die mittlere Überlebenszeit mit ALS auch heute noch bei dreieinhalb Jahren. Wie der Wissenschaftler dennoch 55 Jahre mit der motorischen Nervenkrankheit überlebte, führen Ärzte nicht nur auf die künstliche Beatmung und die Rundum-Betreuung zurück. Hawkings litt an einer chronisch-juvenilen ALS, die langsam fortschreitet. Fünf Jahre nach der Diagnose war er auf einen Rollstuhl angewiesen, 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen und verständigte sich seitdem mit einem Sprachcomputer.

Mit 71 Jahren veröffentlichte der Autor des Bestsellers „Eine kurze Geschichte der Zeit“, in der es um die Entwicklung des Universums geht, seine Autobiografie. Darin blickt Hawking auf ein erfülltes Leben zurück. Neben zahlreichen Auszeichnungen war er zweimal verheiratet und Vater von drei Kindern. Er verrät zudem: „Meine Behinderung hat meine wissenschaftliche Arbeit nicht wesentlich beeinträchtigt. Tatsächlich war sie in mancher Hinsicht eher von Vorteil.“ Zeitraubende Sitzungen blieben ihm in seiner Studienzeit erspart und er musste auch keine Studienanfänger unterrichten. Seinen Humor hat der eher bescheidene Popstar der Astrophysik nie verloren. Kathrin Gießelmann

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