ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Demenz: Jeder zehnte alte Mensch in Bayern betroffen

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Demenz: Jeder zehnte alte Mensch in Bayern betroffen

Dtsch Arztebl 2018; 115(13): A-562 / B-490 / C-490

dpa

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Frauen erkranken in Bayern häufiger an Demenz als Männer. Foto: belahoche/stock.adobe.com
Frauen erkranken in Bayern häufiger an Demenz als Männer. Foto: belahoche/stock.adobe.com

Einem Bericht der bayerischen Staatsregierung zufolge leidet mehr als jeder zehnte gesetzlich versicherte alte Mensch im Freistaat an Demenz. 10,3 Prozent der ambulant behandelten Männer und Frauen über 65 Jahren erhielten demnach 2015 diese Diagnose, wie aus dem Bericht zur Seniorengesundheit hervorgeht, den das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium veröffentlichte. Das sind rund 230 000 Menschen im Freistaat. Ab einem Alter von 85 Jahren ist dem Bericht zufolge sogar knapp jeder Vierte (24,3 Prozent) betroffen. Bei Frauen (26,2 Prozent) kommt die Erkrankung häufiger vor als bei Männern (19,5 Prozent). 6 000 Menschen starben dem Report zufolge 2015 an Demenz. Damit ist die Erkrankung bei Senioren in Bayern die dritthäufigste Todesursache. Die Rangliste der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen bei älteren Menschen führen den Angaben zufolge Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck oder Schlaganfälle an. Diese wurden 2015 bei 85 Prozent der behandelten Senioren im Freistaat diagnostiziert. Jeder Fünfte (20 Prozent) litt an einer affektiven Störung und bei elf Prozent hieß die Diagnose Krebs. Im Freistaat leben derzeit 12,8 Millionen Menschen, rund 20 Prozent sind im Seniorenalter. Tendenz steigend. dpa

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