ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Arztinformationssystem: Rechtsverordnung soll im Juni kommen

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Arztinformationssystem: Rechtsverordnung soll im Juni kommen

Korzilius, Heike

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Mehr Informationen sollen dazu führen, dass Ärzte häufiger Arzneimittel verordnen, die einen Zusatznutzen bescheinigt bekommen haben. Foto: picture alliance
Mehr Informationen sollen dazu führen, dass Ärzte häufiger Arzneimittel verordnen, die einen Zusatznutzen bescheinigt bekommen haben. Foto: picture alliance

Das Bundesgesundheitsministerium wird voraussichtlich im Juni dieses Jahres eine Rechtsverordnung vorlegen, die Näheres zur Ausgestaltung des Arztinformationssystems regelt. Das hat der Arzneimittelexperte der Unionsfraktion, Michael Hennrich (CDU), bei einer Diskussionsveranstaltung des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH) angekündigt. Nach dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz soll das Arztinformationssystem in komprimierter Form die relevanten Informationen über die frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel enthalten und so Ärzte bei der Verordnung unterstützen. Ziel ist, dass Ärzte häufiger Medikamente verordnen, denen der Gemeinsame Bundesausschuss einen Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie bescheinigt hat. Hennrich betonte, dass es dem Gesetzgeber beim Arztinformationssystems nicht darum gehe, ein neues Instrument zur Verordnungssteuerung einzuführen. Es gehe einzig und allein um Information. „Denn die Ergebnisse der Nutzenbewertung kommen in der Realität nicht an“, sagte der CDU-Politiker. HK

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