ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1999Kolorektales Karzinom gehäuft bei Akromegalie

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Kolorektales Karzinom gehäuft bei Akromegalie

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LNSLNS Seit der ersten Beschreibung durch Pierre Marie 1886 ist bekannt, daß bei Patienten mit Akromegalie eine erhöhte Morbidität und Mortalität besteht. In neueren Studien ist mehrfach darauf hingewiesen worden, daß bei diesen Patienten ein erhöhtes Risiko für kolorektale Karzinome und tubulo-villöse Adenome existiert. Die Autoren berichten über eine Studie an 155 Patienten, bei denen in fünf Prozent ein kolorektales Karzinom und in 25 Prozent tubuläre Adenome gefunden wurden. Bei Patienten mit Akromegalie besteht auch eine Kolonomegalie. Die Patienten bieten ferner eine verlängerte Transitzeit, so daß auch zur Vorbereitung einer Darmuntersuchung in der Regel die doppelte Menge an Abführmitteln erforderlich wird. Bei der Koloskopie erreichen wegen der Länge des Kolons nur etwa 75 Prozent der Untersucher das Zökum. Die Autoren empfehlen wegen der hohen Rate an kolorektalen Neoplasien, deren Genese mit Sicherheit multifaktoriell ist, endoskopische Screening-Untersuchungen vorzunehmen. w


Jenkins PJ, Besser GM, Fairclough PD: Colorectal neoplasia in acromegaly. GUT 1999; 44: 585-587.
Department of Endocrinology, Gastroenterology, St. Bartholomew’s Hospital, West Smithfield, London EC1A 7BE, Großbritannien.

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