ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung: Bundes­ärzte­kammer kritisiert Reformentwurf

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Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung: Bundes­ärzte­kammer kritisiert Reformentwurf

Dtsch Arztebl 2018; 115(13): A-560

Bühring, Petra

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Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) fordert Nachbesserungen an dem vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Arbeitsentwurf zur Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung. Die Novelle dürfe nicht dazu führen, „dass voneinander getrennte Versorgungsbereiche entstehen oder die Versorgung von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen aus dem medizinischen Versorgungssystem ausgegliedert wird“, warnt die BÄK in einer Stellungnahme. Zur Erinnerung: Der Arbeitsentwurf für ein „Psycho­therapeuten­ausbildungs­reform­gesetz“ vom 25. Juli 2017 sieht ein fünfjähriges Hochschulstudium der Psychotherapie vor, das aus einem Bachelor- und einem Masterstudiengang besteht und nach einem Staatsexamen die Approbation ermöglicht. In der anschließenden Weiterbildung sollen sich die Absolventen auf die Behandlung von Erwachsenen oder Kindern und Jugendlichen spezialisieren und die Fachkunde in einem Psychotherapieverfahren erwerben. Danach dürfen sie gesetzlich Krankenversicherte eigenverantwortlich versorgen. Die BÄK unterstreicht in ihrer Stellungnahme die Notwendigkeit, die Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung zu reformieren sowie die Zugangsvoraussetzungen und die Qualifikationswege akademischer Heilberufe zu vereinheitlichen. Der vorliegende Arbeitsentwurf aus dem BMG erreiche diese Ziele aber nur eingeschränkt. Dies zeige sich etwa an der unzureichenden strukturellen Anpassung der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung an die ärztliche Aus- und Weiterbildung. Aus dem Entwurf würden sich „vielfältige offene und ungelöste Fragen“ ergeben. Notwendig seien Aussagen zur Weiterbildung sowie zur Finanzierung der weitreichenden Änderungen. Beides fehle in dem Entwurf. Zudem sei es nötig, die grundlegenden Erkenntnisse der Psychologie auch weiterhin in der ganzen Breite für die Versorgung zu nutzen. PB

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