ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1999Todesfälle bei Fettabsaugung

MEDIZIN: Referiert

Todesfälle bei Fettabsaugung

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LNSLNS Da keine Meldepflicht für Komplikationen bei kosmetischen Eingriffen besteht, gibt es wenig Daten über schwerwiegende Komplikationen bei der subkutanen Fettabsaugung. Diese Methode wird meist in allgemeiner Sedation, zum Beispiel mit Midazolam, durchgeführt, subkutan werden Lidocainlösungen injiziert und anschließend das Fett mit Unterdruck durch dicklumige Kanülen abgesaugt.
Unter 48 527 gemeldeten unnatürlichen Todesfällen in New York in den Jahren 1993 bis 1998 identifizierten die Autoren fünf Todesfälle nach Fettabsaugung, die sie anhand der Krankenakten näher untersuchten. Bei allen fünf Patienten war neben Midazolam Lidocain in einer Dosierung zwischen 10 und 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht worden. Drei Patienten starben wegen einer intraoperativen Hypotension und Bradykardie ohne erkennbare Ursache, einer an Herzversagen infolge einer Hypervolämie und ein weiterer an einer Unterschenkelvenenthrombose mit Lungenembolie nach großvolumiger Fettabsaugung an den Beinen. Nach Ansicht der Autoren spielt zumindest bei einem Teil der Todesfälle die Lidocain-Toxizität oder aber die Lidocaininteraktion mit anderen Medikamenten eine ursächliche Rolle. acc


Rao R et al.: Deaths realted to Liposuction. N Eng J Med 1999, 340: 1471-1451.
Dr. Rao, New York City Poison Controll Center, 455 First Avenue, Rm 123, New York, NY 10016, USA.

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