MEDIZIN: Originalarbeit

Nutzung von Tabak und E-Zigaretten sowie Methoden zur Tabakentwöhnung in Deutschland

Eine repräsentative Befragung in 6 Wellen über 12 Monate (die DEBRA-Studie)

The use of tobacco, e-cigarettes, and methods to quit smoking in Germany—a representative study using 6 waves of data over 12 months (the DEBRA study)

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(14): 235-42; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0235

Kotz, Daniel; Böckmann, Melanie; Kastaun, Sabrina

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Hintergrund: Aktuelle Daten zum Konsum von Tabak sind notwendig, um die Umsetzung von Tabakkontrollmaßnahmen in der Bevölkerung zu untersuchen. Die „Deutsche Befragung zum Rauchverhalten“ (DEBRA) liefert bislang fehlende Daten zu Schlüsselindikatoren des Rauchverhaltens und zum Konsum neuer Produkte wie E-Zigaretten. Das kontinuierliche Erheben und Akkumulieren von Daten ermöglicht Analysen von Trends sowie präzise statistische Auswertungen.

Methode: Im Abstand von jeweils 2 Monaten wird eine repräsentative Stichprobe von circa 2 000 Personen im Alter von 14 Jahren oder älter deutschlandweit persönlich-mündlich befragt. Für diesen Artikel wurden Daten von 12 273 Personen aus
6 Wellen (Juni/Juli 2016 bis April/Mai 2017) aggregiert und gewichtet.

Ergebnisse: Die 1-Jahres-Prävalenz des aktuellen Tabakkonsums lag bei 28,3 % (95-%-Konfidenzintervall: [27,5; 29,1]) in der Gesamtstichprobe und bei 11,9 % [8,9; 14,9] bei den unter 18-Jährigen. Höherer Konsum hing mit niedrigerem Schulabschluss und Einkommen zusammen. 28,1 % der Raucher hatten im letzten Jahr einen Rauchstoppversuch unternommen. Die am häufigsten genutzte Methode dabei war die E-Zigarette (9,1 %). Ärztliche Kurzberatung oder pharmakologische Therapie wurde von 6,1 % beziehungsweise 7,0 % genutzt. In der Gesamtbevölkerung lag der aktuelle Konsum von E-Zigaretten bei 1,9 %, wobei der Konsum unter Personen, die noch nie Tabak geraucht hatten, sehr gering war (0,3 %).

Schlussfolgerung: Im Vergleich zu anderen west- und nordeuropäischen Ländern ist der Tabakkonsum in Deutschland sehr hoch und innerhalb der Bevölkerung nach sozioökonomischen Kriterien sehr ungleich verteilt.

Laut Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) sterben jedes Jahr schätzungsweise 6 Millionen Menschen weltweit an mit dem Tabakrauchen assoziierten Erkrankungen (1). In Deutschland sind dies jedes Jahr ungefähr 125 000 Menschen (2). Etwa 13 % der Mortalität in Deutschland wird durch das Tabakrauchen verursacht, wobei sich 28 % der tabakassoziierten Todesfälle noch während des Erwerbsalters ereignen (3). Zudem ist Tabakrauchen der größte vermeidbare Risikofaktor für eine Reihe hoch-prävalenter onkologischer, kardiovaskulärer und respiratorischer Erkrankungen (3, 4). Neben diesen individuellen Folgen des Tabakrauchens fallen jedes Jahr insgesamt 79 Milliarden Euro an sozialen Kosten für die deutsche Gesellschaft an, die überwiegend von den gesetzlichen Sozialversicherungen getragen werden (5).

Trotz dieser Gefahren des Tabakrauchens greifen in Deutschland derzeit laut neuesten Daten des Eurobarometers immer noch etwa 25 % der Bevölkerung über 15 Jahre (28 % der Männer, 23 % der Frauen) zur Zigarette oder zu anderen Tabakprodukten, was ein wesentlich höherer Anteil ist als in anderen westeuropäischen Ländern (eTabelle) (6). Hinzu kommen starke sozioökonomische Unterschiede, die sich dadurch zeigen, dass sozial schwächere Bevölkerungsgruppen häufiger rauchen und weniger erfolgreich sind bei dem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören (7, 8). Tabakrauchen ist damit verantwortlich für die Entstehung und Vergrößerung sozioökonomischer Ungleichheiten in Bezug auf Lebensqualität, Morbidität und Mortalität (9).

Tabakkonsumprävalenzen in den 28 EU-Ländern im Jahr 2017 im Vergleich (Daten des Eurobarometers 458)
eTabelle
Tabakkonsumprävalenzen in den 28 EU-Ländern im Jahr 2017 im Vergleich (Daten des Eurobarometers 458)

Die WHO empfiehlt, das Rauchverhalten in der Bevölkerung zu überwachen, idealerweise auf Basis aktueller, repräsentativer und regelmäßig erhobener Daten von Jugendlichen und Erwachsenen (10). Vor diesem Hintergrund wurde im Juni 2016 die „DEBRA“-Studie (Deutsche Befragung zum Rauchverhalten: www.debra-study.info) initiiert (11). In der Studie werden Daten zu Kennzahlen erhoben, wie zum Beispiel zum aktuellen Tabakkonsum, zu Rauchstoppversuchen und zur Nutzung von Methoden zur Unterstützung von Rauchstoppversuchen; diese Daten können als Grundlage politischer Entscheidungen dienen und bei der Entwicklung erfolgreicher Tabakkontrollmaßnahmen helfen. Zusätzlich werden Faktoren berücksichtigt, die das Rauchverhalten beeinflussen, wie Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, Motivation und Nikotinabhängigkeit.

Darüber hinaus hat in den vergangenen Jahren in Deutschland die Popularität und Nutzung neuer Produkte, wie der E-Zigarette oder sogenannter Tabakerhitzer, stark zugenommen (12, 13). Ob solche Produkte eine effektive Methode darstellen, um vom herkömmlichen Tabakkonsum auf eine weniger gesundheitsschädigende Alternative umzusteigen, ist aktuell allerdings noch ebenso wenig geklärt wie die Frage, ob diese Produkte vor allem die jüngere Generation ansprechen und daher möglicherweise gerade für Jugendliche den Einstieg in die Tabakabhängigkeit begünstigen (14, 15).

Die Methodik der DEBRA-Studie ermöglicht eine repräsentative, aktuelle und tiefgehende Analyse von Status und Trends des Rauchverhaltens in der Bevölkerung und erweitert somit andere Studien zum Tabakkonsum in Deutschland (1619). Keine andere Studie erhebt und akkumuliert kontinuierlich (im Rhythmus von 2 Monaten) in repräsentativen Stichproben der deutschen Bevölkerung solch detaillierte Daten zu Schlüsselindikatoren des Rauchverhaltens und zum Konsum neuer Produkte, wie der E-Zigarette, und ermöglicht derartige Analysen von Trends (zum Beispiel auch als Reaktion auf politische Maßnahmen der Tabakkontrolle oder der Einführung neuartiger Tabak- und Nikotinprodukte in Deutschland) sowie präzise statische Auswertungen.

Ziel dieses Artikels ist es, anhand aktueller DEBRA-Daten eine erste, umfangreiche Beschreibung der Nutzung von Tabak, E-Zigaretten und Methoden zur Tabakentwöhnung in Deutschland zu erstellen.

Methoden

Die DEBRA-Studie wurde von der Ethikkommission der Heinrich-Heine-Universität geprüft (ID 5386/R) und im Deutschen Register klinischer Studien registriert (DRKS00011322). Eine Langfassung der Methoden für die aktuelle Analyse ist im eMethodenteil 1 nachzulesen; eine ausführliche Beschreibung der Methodik der gesamten Studie wurde in einem Studienprotokoll publiziert (11). Zusammengefasst handelt es sich um eine repräsentative, deutschlandweite, computergestützte, persönlich-mündliche Haushaltsbefragung von Personen im Alter von 14 Jahren oder älter zu allgemeinen soziodemografischen Aspekten und zum Konsum von Tabak- und E-Zigaretten (eMethodenteil 2 gibt eine Übersicht über den exakten Wortlaut der Fragen). Im aktuellen Artikel werden die gewichteten Baseline-Daten der ersten 6 Wellen präsentiert (Juni/Juli, August/September, Oktober/November 2016, Januar, Februar/März, April/Mai 2017). Neue Ex-Raucher wurden dabei definiert als Ex-Raucher, die in den vergangenen 12 Monaten vollständig mit dem Rauchen aufgehört hatten.

Ergebnisse

Insgesamt nahmen 12 273 Personen an den Befragungen der ersten 6 Wellen teil (Juni/Juli 2016 bis April/Mai 2017). Die 1-Jahres-Prävalenz aktuellen Tabakkonsums lag bei 28,3 % (95-%-Konfidenzintervall: [27,5; 29,1]) in der Gesamtstichprobe und bei 11,9 % [8,9; 14,9] bei den Befragten unter 18 Jahre. 16,9 % waren Ex-Raucher (einschließlich 1,0 % neue Ex-Raucher) und 54,8 % Nie-Raucher. Die Prävalenz aktuellen Tabakkonsums in den einzelnen Wellen wird in der eGrafik dargestellt. Hier zeigten sich leichte Schwankungen von ± 0,2 bis ± 1,2 Prozentpunkten zwischen den ersten 5 Wellen, und ein Anstieg von + 1,4 Prozentpunkten zwischen der 5. (Februar/März 2017) und der 6. Welle (April/Mai 2017).

Gewichtete Prävalenz aktueller Tabak- und E-Zigarettenkonsumenten je Erhebungswelle
eGrafik
Gewichtete Prävalenz aktueller Tabak- und E-Zigarettenkonsumenten je Erhebungswelle

Die Grafik stellt die 1-Jahres-Prävalenz des aktuellen Tabakkonsums nach Bundesländern dar. Im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, rauchten 30,3 % [28,2; 31,7]). Die höchste Prävalenz wurde in Brandenburg gemessen (42,6 % [37,8; 47,5]), die niedrigste in Hessen (18,1 % [15,6; 20,7]).

Gewichtete 1-Jahres-Prävalenz [95-%-Konfidenzintervall] aktueller Tabakraucher je Bundesland
Grafik
Gewichtete 1-Jahres-Prävalenz [95-%-Konfidenzintervall] aktueller Tabakraucher je Bundesland

Tabelle 1 zeigt, dass der Konsum von Tabak mit Geschlecht, Alter, Schulabschluss und Haushaltsnettoeinkommen der Befragten assoziiert war (p-Werte aller Vergleiche < 0,001). Die Prävalenz des aktuellen Rauchens war am höchsten unter Männern (7,8 Prozentpunkte höher als unter Frauen) und in der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen (38,3 %). Sowohl beim Schulabschluss als auch beim Haushaltsnettoeinkommen zeigte sich ein linearer Zusammenhang: je niedriger der Schulabschluss und das Einkommen, desto höher der relative Anteil an rauchenden Personen.

Vergleich sozioökonomischer Eigenschaften von aktuellen Tabakrauchern, Ex-Tabakrauchern und Nie-Tabakrauchern
Tabelle 1
Vergleich sozioökonomischer Eigenschaften von aktuellen Tabakrauchern, Ex-Tabakrauchern und Nie-Tabakrauchern

Aktuelle Zigarettenraucher konsumierten durchschnittlich 14,1 Zigaretten pro Tag (Standardabweichung [SD] = 8,3; Median = 15,0; Minimalwert = 0,03; Höchstwert = 80). Bei der Einteilung nach Konsummenge rauchten 42,5 % [40,8; 44,2] 10 Zigaretten oder weniger pro Tag, 44,4 % [42,7; 46,1] mehr als 10 bis einschließlich 20 Zigaretten pro Tag, und 13,1 % [11,9; 14,2] mehr als 20 Zigaretten pro Tag. Die erste Zigarette des Tages rauchten 13,5 % innerhalb von 5 Minuten nach dem morgendlichen Erwachen, 35,5 % zwischen 6–30 Minuten, 23,0 % zwischen 31–60 Minuten und 28,0 % mehr als 60 Minuten nach dem Erwachen.

Die aktuellen Tabakraucher (jede Form von Tabak) und neuen Ex-Raucher, welche die Frage nach der Anzahl der Rauchstoppversuche im letzten Jahr beantworteten, hatten durchschnittlich 1,1 (SD = 13,3; Median = 0 [Interquartilsabstand = 1]) Versuche unternommen; 71,9 % hatten keinen Versuch unternommen, 28,1 % einen oder mehrere Versuche (15,8 % einen, 6,3 % zwei, 4,7 % drei bis fünf, 1,3 % sechs bis maximal 365 Versuche). 12,1 % der aktuell Tabakrauchenden konnten oder wollten keine Angabe zu den Rauchstoppversuchen machen.

Tabelle 2 zeigt die Nutzung von Methoden zur Tabakentwöhnung bei dem letzten Rauchstoppversuch, den aktuell noch Rauchende und neue Ex-Raucher im letzten Jahr unternommen haben (Mehrfachnennungen waren möglich). 12,5 % [10,3; 14,7] hatten ihren Rauchstoppversuch mit einer oder mehreren evidenzbasierten Methoden unterstützt, bei 87,5 % [85,3; 89,7] fand der Versuch ohne eine solche Unterstützung statt. Die am häufigsten genutzte evidenzbasierte Rauchstoppmethode war eine ärztliche Kurzberatung: 6,1 % [4,5; 7,6]. Die Kombination einer evidenzbasierten verhaltenstherapeutischen Methode (ärztliche Kurzberatung, Einzel-/Gruppentherapie oder telefonische Beratung) mit einer evidenzbasierten Pharmakotherapie (Nikotinersatztherapie, Bupropion oder Vareniclin) nutzten 2,4 % [1,4; 3,4]. Die am häufigsten genutzte Methode – abgesehen von der Nutzung der eigenen Willenskraft und des sozialen Umfelds – war die E-Zigarette mit oder ohne Nikotin (9,1 % [7,2; 11,0]).

Methoden zur Unterstützung des letzten Rauchstopps bei aktuellen Rauchern und neuen Ex-Rauchern, die im letzten Jahr einen Rauchstoppversuch unternommen haben; Mehrfachnennungen möglich, N = 888 (850*1)
Tabelle 2
Methoden zur Unterstützung des letzten Rauchstopps bei aktuellen Rauchern und neuen Ex-Rauchern, die im letzten Jahr einen Rauchstoppversuch unternommen haben; Mehrfachnennungen möglich, N = 888 (850*1)

Beim letzten Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, hatten 34,6 % erst ihren Tabakkonsum reduziert, bevor sie vollständig mit dem Rauchen aufhörten; 65,4 % hatten abrupt aufgehört. 39,8 % hatten den Versuch für einen späteren Zeitpunkt des gleichen Tages oder für einen zukünftigen Tag geplant; 60,2 % hatten den Versuch in dem Moment unternommen, in dem sie den Entschluss fassten, mit dem Rauchen aufzuhören.

In der Gesamtstichprobe lag die 1-Jahres-Prävalenz derer, die jemals eine E-Zigaretten genutzt hatten, bei 9,8 % [9,3; 10,3], bei den unter 18-Jährigen bei 14,6 % [11,3; 18,0]. 1,9 % (2,8 % der unter 18-Jährigen) nutzten E-Zigaretten aktuell, 1,1 % (0,2 % der unter 18-Jährigen) hatten diese früher regelmäßig benutzt und 6,7 % (11,6 % der unter 18-Jährigen) hatten diese früher einmal ausprobiert. Die Prävalenz des aktuellen E-Zigarettenkonsums in den einzelnen Wellen wird in der eGrafik dargestellt. Während die Prävalenz der aktuellen E-Zigarettennutzer zwischen den ersten 5 Wellen kontinuierlich stieg (alle 2 Monate um 0,2 %–0,5 %), ging diese zwischen der 5. (Februar/März 2017) und der 6. Welle (April/Mai 2017) von 2,6 % auf 1,9 % zurück.

Tabelle 3 zeigt, dass der Konsum von E-Zigaretten mit Geschlecht, Alter, Schulabschluss und Haushaltsnettoeinkommen der Befragten assoziiert war (p-Werte aller Vergleiche < 0,001). Die Prävalenz des aktuellen E-Zigarettenkonsums war am höchsten bei Männern (2,6 % gegenüber 1,3 % bei Frauen) und in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen (3,5 %). Unter den Befragten, die noch nie Tabak geraucht hatten, lag der Konsum von E-Zigaretten bei 0,3 % [0,1; 0,5].

Vergleich der sozioökonomischen Eigenschaften und des Tabakkonsums von aktuellen E-Zigarettennutzern, Ex-E-Zigarettennutzern und Nie-E-Zigarettennutzern
Tabelle 3
Vergleich der sozioökonomischen Eigenschaften und des Tabakkonsums von aktuellen E-Zigarettennutzern, Ex-E-Zigarettennutzern und Nie-E-Zigarettennutzern

Das Konsummuster aktueller E-Zigarettenkonsumenten wird in Tabelle 4 dargestellt. Unter den Nutzern von Einweg-E-Zigaretten lag der Verbrauch im Median bei 0,5 (Interquartilsabstand = 1,6) E-Zigaretten beziehungsweise Patronen pro Tag. Nur etwa die Hälfte der Nutzer von E-Zigaretten mit ersetzbaren, bereits gefüllten Patronen oder E-Zigaretten mit einem Tank, den man selber mit einem Liquid befüllt, konnte den eigenen Verbrauch schätzen: Median 3,0 mL (Interquartilsabstand = 9,3 mL) pro Tag. 72,1 % [66,3; 77,9] der aktuellen E-Zigarettenkonsumenten benutzten (ausschließlich oder hauptsächlich) E-Zigaretten mit Nikotin und 26,2 % [20,5; 31,8] ohne Nikotin. Unter den Konsumenten von E-Zigaretten mit Nikotin lag die durchschnittliche Nikotinkonzentration im Liquid bei 6,5 mg/mL (SD = 4,0 mg/mL; Mindestwert = 1 mg/mL, Höchstwert = 20mg/mL).

Konsummuster und Beschaffungsquelle aktueller E-Zigarettennutzer
Tabelle 4
Konsummuster und Beschaffungsquelle aktueller E-Zigarettennutzer

Gründe für den Konsum von E-Zigaretten werden in Tabelle 5 aufgelistet. Neben der Attraktivität dieser Produkte („verschiedene Geschmacksrichtungen“, „macht Spaß“) stehen insbesondere ökonomische Aspekte („günstiger als Tabakrauchen“) und gesundheitliche Aspekte („weniger schädlich als Tabak“) sowie die angestrebte Reduktion beziehungsweise Beendigung des Tabakkonsums im Vordergrund.

Gründe für den Konsum von E-Zigaretten unter den aktuellen Nutzern, Mehrfachnennungen möglich, N = 235 (212*)
Tabelle 5
Gründe für den Konsum von E-Zigaretten unter den aktuellen Nutzern, Mehrfachnennungen möglich, N = 235 (212*)

Diskussion

Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern ist der Konsum von Tabak in Deutschland sehr hoch (28,3 %). Dies ist vor allem insofern bedenklich, als schätzungsweise etwa ein Viertel bis die Hälfte der Gesundheitsunterschiede in der Bevölkerung auf das Tabakrauchen zurückzuführen sind (4, 20, 21). Der hohe Tabakkonsum resultiert unter anderem vermutlich aus einer unzureichenden Umsetzung von Tabakkontrollmaßnahmen in Deutschland: Im Vergleich 35 europäischer Länder liegt Deutschland hierbei an vorletzter Stelle (22). Deutschland ist beispielsweise das einzige EU-Land, in dem Außenwerbung für Tabakprodukte noch erlaubt ist. Auch gibt es, nach Maßgabe unterschiedlicher gesetzlicher Regelung auf Landesebene, Ausnahmen zum Nichtraucherschutzgesetz, wie zum Beispiel Raucherräume in Kneipen und Restaurants. Der Nichtraucherschutz in Deutschland ist noch vergleichsweise schlecht umgesetzt: So wurden etwa in Italien, Irland oder Finnland bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Kinder mitfahren. Insgesamt betrachtet gibt es also weiterhin erheblichen Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen.

Über den 1-Jahres-Beobachtungszeitraum ließen sich leichte Schwankungen in der Prävalenz des Tabakkonsums feststellen, wobei es einen relativ starken Anstieg zwischen Februar/März 2017 (5. Erhebungswelle) und April/Mai 2017 (6. Erhebungswelle) gab. Zeitgleich gab es einen vergleichbar starken Rückgang in der Prävalenz von E-Zigarettenkonsum. Im Mai 2017 trat die neue EU-Tabakproduktrichtlinie (23), die unter anderem E-Zigaretten stärker reguliert, nach einer Übergangsphase von 1 Jahr in Kraft. Möglicherweise besteht hier ein Zusammenhang: So könnte die neue Gesetzgebung dazu geführt haben, dass weniger Tabakraucher E-Zigaretten konsumieren und deshalb weniger Personen mit dem Rauchen aufgehört haben; einen solchen Zusammenhang haben bereits andere Studien gezeigt (24, 25).

Bei der Einordnung der Ergebnisse im Vergleich mit anderen Befragungen in Deutschland (2629) fällt auf, dass die Schätzungen der Tabakkonsumraten in der DEBRA-Studie überwiegend etwas höher ausfallen. Dies liegt unter anderem an ungleichen Methoden der Stichprobenzusammensetzung und Datenerhebung. Wie auch in anderen Befragungen (3, 30) zeigten sich Unterschiede in Tabakkonsumraten zwischen den Bundesländern, wobei die Studien kein einheitliches Bild zeigen. Diese Unterschiede sind möglicherweise zurückzuführen auf abweichende Merkmale der Landesbevölkerung, die mit dem Tabakkonsum assoziiert sind, wie Alter, Bildung und Einkommen (31, 32).

Ungefähr jeder Zehnte in Deutschland hat schon einmal eine E-Zigarette genutzt. Im Jahresschnitt lag die Prävalenz des aktuellen Konsums bei 1,9 % in der Bevölkerung > 14 Jahren (vergleichbar mit dem EU-Durchschnitt von etwa 2 % [6]), und bei 2,8 % unter den 14- bis 18-Jährigen. Gegenüber einer deutschlandweiten Befragung aus dem Monat Mai 2016 mit einer Prävalenz von 1,4 % (13) hat die Zahl der aktuellen Nutzer von E-Zigaretten somit weiter zugenommen. Auch unsere Ergebnisse zeigen – wie die genannte Studie (13) sowie Studien aus anderen europäischen Ländern (6) –, dass E-Zigaretten in Deutschland hauptsächlich von aktuellen Tabakrauchern (5,1 %), in geringerem Maße von Ex-Rauchern (1,6 %) und nur von äußerst wenigen Nie-Rauchern (0,3 %) konsumiert werden. Weniger Tabak zu rauchen oder ganz damit aufzuhören, sind wichtige Gründe für den Konsum von E-Zigaretten; tatsächlich ist die E-Zigarette in Deutschland bereits die am häufigsten genutzte Methode zur Unterstützung der Tabakentwöhnung. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass die Evidenz für die Wirksamkeit von E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung noch unzureichend ist (die DEBRA-Studie wird künftig nach Erreichen einer ausreichenden Fallzahl Effektivitätsdaten gemäß internationalem Vorbild [33] liefern können).

Verglichen mit der E-Zigarette kommen nach unseren Ergebnissen in Deutschland kaum evidenzbasierte Methoden zur Tabakentwöhnung zur Anwendung, wie ärztliche Beratung, Verhaltenstherapie oder Nikotinersatztherapie: Nur 12,5 % der Rauchstoppversuche werden damit unterstützt (gegenüber circa 50 % in England [34]). Diese niedrige Nutzungsrate evidenzbasierter Methoden zur Tabakentwöhnung ist insofern ein Problem, als Rauchstoppversuche ohne entsprechende Unterstützung geringe Aussicht auf Erfolg haben; nur etwa 3–5 % der unassistierten Versuche sind langfristig erfolgreich (35). Dabei kostet jedes weitere Jahr des Tabakkonsums durchschnittlich 3 Monate Lebenszeit (36). Es wäre daher wünschenswert, wenn die leitliniengerechte (37, 38) Tabakentwöhnung in Deutschland einen höheren Stellenwert im ärztlichen Alltag bekommen könnte.

Ein Vorteil der DEBRA-Studie besteht darin, dass die kontinuierliche, detaillierte Datenerhebung in gleichbleibender Methodik eine tiefgehende Analyse von Trends in der Entwicklung des Rauchverhaltens sowie eine zeitnahe Berichterstattung von Daten, auch zu neuen Tabak- und Nikotinprodukten, ermöglicht. Die DEBRA-Studie hat aber auch generelle methodische Schwächen, wie sie bei großen, nationalen Befragungen zu erwarten sind; so handelt es sich ausschließlich um selbstberichtete Daten. Andererseits ermöglicht die verfeinerte Methodik bei der Stichprobenerhebung und der Datengewichtung die Analyse von Daten, die repräsentativ sind für die deutsche Bevölkerung. Aufgrund der persönlich-mündlichen Befragung gibt es zudem nur wenig fehlende Daten.

Eine wichtige Schlussfolgerung dieser Studie ist, dass der Tabakkonsum in Deutschland nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau liegt, wesentlich höher als in anderen westeuropäischen Ländern. Dieser Konsum wird unter anderem durch Bildung und Einkommen beeinflusst, was in Deutschland zu weiteren sozioökonomischen Unterschieden in Morbidität und Mortalität führt. Eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen aus der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle in Deutschland sollte daher gesundheitspolitische Priorität haben. Die fortlaufende DEBRA-Studie kann dabei als Monitoring-Instrument dienen.

Danksagung

Wir bedanken uns bei Kantar Health (Constanze Cholmakow-Bodechtel und Linda Scharf) für die Datenerhebung und das Datenmanagement, bei Yekaterina Pashutina für die Hilfe bei der Extraktion der Daten und bei Sebastian Kupski für die grafische Darstellung des Tabakkonsums in den einzelnen Bundesländern.

Förderung

Die DEBRA-Studie wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert im Rahmen des „NRW-Rückkehrprogramms“.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 8. 12. 2017, revidierte Fassung angenommen: 1. 3. 2018

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. Daniel Kotz

Institut für Allgemeinmedizin

Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie

Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Werdener Straße 4, 40227 Düsseldorf

Daniel.Kotz@med.uni-duesseldorf.de

Zitierweise
Kotz D, Böckmann M, Kastaun S: The use of tobacco, e-cigarettes, and methods to quit smoking in Germany—a representative study using 6 waves of data over 12 months (the DEBRA study). Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 235–42. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0235

►The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eMethodenteile, eTabelle, eGrafik:
www.aerzteblatt.de/18m0235 oder über QR-Code

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Institut für Allgemeinmedizin, Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie, Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:
Prof. Dr. Daniel Kotz, Dr. PH Melanie Böckmann, Dr. rer. nat. Sabrina Kastaun
Department of Behavioural Science and Health, University College London:
Prof. Dr. Daniel Kotz
Gewichtete 1-Jahres-Prävalenz [95-%-Konfidenzintervall] aktueller Tabakraucher je Bundesland
Grafik
Gewichtete 1-Jahres-Prävalenz [95-%-Konfidenzintervall] aktueller Tabakraucher je Bundesland
Vergleich sozioökonomischer Eigenschaften von aktuellen Tabakrauchern, Ex-Tabakrauchern und Nie-Tabakrauchern
Tabelle 1
Vergleich sozioökonomischer Eigenschaften von aktuellen Tabakrauchern, Ex-Tabakrauchern und Nie-Tabakrauchern
Methoden zur Unterstützung des letzten Rauchstopps bei aktuellen Rauchern und neuen Ex-Rauchern, die im letzten Jahr einen Rauchstoppversuch unternommen haben; Mehrfachnennungen möglich, N = 888 (850*1)
Tabelle 2
Methoden zur Unterstützung des letzten Rauchstopps bei aktuellen Rauchern und neuen Ex-Rauchern, die im letzten Jahr einen Rauchstoppversuch unternommen haben; Mehrfachnennungen möglich, N = 888 (850*1)
Vergleich der sozioökonomischen Eigenschaften und des Tabakkonsums von aktuellen E-Zigarettennutzern, Ex-E-Zigarettennutzern und Nie-E-Zigarettennutzern
Tabelle 3
Vergleich der sozioökonomischen Eigenschaften und des Tabakkonsums von aktuellen E-Zigarettennutzern, Ex-E-Zigarettennutzern und Nie-E-Zigarettennutzern
Konsummuster und Beschaffungsquelle aktueller E-Zigarettennutzer
Tabelle 4
Konsummuster und Beschaffungsquelle aktueller E-Zigarettennutzer
Gründe für den Konsum von E-Zigaretten unter den aktuellen Nutzern, Mehrfachnennungen möglich, N = 235 (212*)
Tabelle 5
Gründe für den Konsum von E-Zigaretten unter den aktuellen Nutzern, Mehrfachnennungen möglich, N = 235 (212*)
Gewichtete Prävalenz aktueller Tabak- und E-Zigarettenkonsumenten je Erhebungswelle
eGrafik
Gewichtete Prävalenz aktueller Tabak- und E-Zigarettenkonsumenten je Erhebungswelle
Tabakkonsumprävalenzen in den 28 EU-Ländern im Jahr 2017 im Vergleich (Daten des Eurobarometers 458)
eTabelle
Tabakkonsumprävalenzen in den 28 EU-Ländern im Jahr 2017 im Vergleich (Daten des Eurobarometers 458)
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