ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Qualitätssicherung: Äußerst inspirierend
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Mit großem Interesse habe ich den äußerst interessanten Artikel über das Vorgehen der Piloten zur Qualitätssicherung gelesen. Da können wir Ärzte uns sicher einiges aneignen.

Viel interessanter fand ich jedoch, dass, im Gegensatz zu unserer Arbeit die Tätigkeit von Piloten weitaus mehr geschätzt wird. Die Schulung von 1 000 Mitarbeitern lassen sich die BG-Kliniken einen hohen sechsstelligen Betrag kosten. Die sollten also geschätzt mindestens 500 Euro pro Mitarbeiter sein. Die Behandlung beispielsweise eines orthopädisch-unfallchirurgischen Patienten im Rahmen der Notfallbehandlung ist der BG mittlerweile einen kleinen zweistelligen Betrag wert. Analog zeigt sich im kassenärztlichen Bereich ein mittlerer zweistelliger Betrag (teilweise auch geringer, je nach Fachrichtung) für die Behandlung eines Patienten in einem ganzen Quartal. Das ist lächerlich und eine solch geringe Wertschätzung würden Piloten sicher nicht tolerieren.

Äußerst inspirierend fand ich auch die Tatsache, dass sich Piloten auf einen Langstreckenflug wohl einen kurzen Schlaf gönnen, um die Landung voll konzentriert und fehlerfrei absolvieren zu können. Von einem kleinen Nickerchen vor Ende eines Acht-Stunden-Hamsterrad-Tages zur Sicherung einer voll konzentrierten und fehlerfreien Arbeit können wir Ärzte leider nur träumen.

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Ich hoffe, dass unsere Vertreter der KVen und auch in sonstigen Gremien den Artikel genau gelesen haben und ihre Konsequenzen bei den jetzt nächsten Verhandlungen daraus ziehen. Aber auch hier wird wahrscheinlich ein Wunsch(traum) der Vater des Gedanken sein.

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