ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Organspende: Montgomery spricht sich für Widerspruchslösung aus

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Organspende: Montgomery spricht sich für Widerspruchslösung aus

Maybaum, Thorsten

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Auf ein Spenderorgan warten in Deutschland mehr als 10 000 Menschen. Foto: dpa
Auf ein Spenderorgan warten in Deutschland mehr als 10 000 Menschen. Foto: dpa

Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für einen Systemwechsel in der Organspende ausgesprochen. Er persönlich halte die Widerspruchslösung für richtig, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Aus medizinischer Sicht und aus Sicht der vielen schwerkranken Patienten auf der Warteliste wäre eine solche Regelung der Idealfall. Montgomery betonte zugleich, eine Debatte um die Widerspruchslösung müsse „mit großer Sensibilität“ geführt werden. Die Frage beträfe ethische, religiöse und rechtliche Fragen. „Nichts wäre schädlicher, als wenn die Menschen weiter verunsichert werden und sich dieses wichtigen Themas komplett verschließen“, sagte er. Der BÄK-Präsident nannte es zugleich fraglich, ob eine Widerspruchslösung in Deutschland politisch umsetzbar ist. Die Union hatte sich wiederholt dagegen ausgesprochen. „Dies widerspricht unserer Philosophie und unserem freiheitlichen Menschenbild“, hatte kürzlich eine Sprecherin der Fraktion dem Deutschen Ärzteblatt gesagt.

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