ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Ärztestatistik: Mehr Ärzte, Trend zur Anstellung

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Ärztestatistik: Mehr Ärzte, Trend zur Anstellung

Dtsch Arztebl 2018; 115(14): A-621 / B-543 / C-543

Maybaum, Thorsten; EB

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In Deutschland gibt es mehr Ärzte. Zugleich ist ein Trend zur Anstellung auszumachen. Das geht aus der Ärztestatistik der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) für das Jahr 2017 und Daten des Bundesarztregisters der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor. Die statistischen Angaben der BÄK zeigen, dass im vergangenen Jahr bundesweit 385 149 Ärzte ärztlich tätig waren. Das ist ein Plus von 6 542 Ärzten im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der berufstätigen Ärzteschaft ist weiter gewachsen. Er betrug 2017 46,8 Prozent (2016: 46,5 Prozent). Die Statistik führt vor Augen, dass die Medizin nicht nur weiblicher, sondern auch älter wird. Den Daten zufolge ist der Anteil der über 59-Jährigen auf 18,4 Prozent angewachsen (Vorjahr: 17,9 Prozent). Das Bundesarztregister der KBV verdeutlicht, dass derzeit vor allem Anstellungen bei Vertragsärzten beliebt sind. Demnach erhöhte sich die Zahl 2017 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent auf 31 477. Das sind fast sechsmal so viele wie noch vor zehn Jahren. Mehr als die Hälfte der Angestellten sind Ärztinnen (54,1 Prozent). Den KBV-Daten zufolge nahmen 2017 172 647 Ärzte und Psychotherapeuten an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Darunter 147 350 Ärzte und 25 297 Psychotherapeuten. Das sind rund 3 000 Ärzte und Psychotherapeuten mehr als 2016. Angesichts des Trends zur Teilzeittätigkeit ergibt sich der KBV zufolge bei der Betrachtung der Teilnahmeumfänge ein Plus von 0,2 Prozent. Die Entwicklungen tragen laut BÄK dazu bei, dass in Zukunft trotz steigender Arztzahlen Ärzte fehlen werden.

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