ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Marion Kiechle: Erfolgreiche Gynäkologin im Kabinett Söder

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Marion Kiechle: Erfolgreiche Gynäkologin im Kabinett Söder

Dtsch Arztebl 2018; 115(14): A-661 / B-571 / C-571

Spielberg, Petra

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Foto: dpa

Die Münchner Gynäkologin Prof. Dr. med. Marion Kiechle ist neue bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Am 21. März wurde die Parteilose von Markus Söder (CSU) ins bayerische Kabinett berufen. Kiechle gilt als unkonventionell, bodenständig, aufgeschlossen und als Netzwerkerin, der es wichtig ist, Frauen zu stärken.

Kiechle ist Mitglied des Deutschen Ärztinnenbundes und war die erste Frau, die 1999 auf einen Lehrstuhl für Frauenheilkunde an die Technische Universität München (TU) berufen wurde. Ein Jahr später übernahm sie die Leitung der Frauenklinik der TU am Krankenhaus rechts der Isar.

Die 58-Jährige zählt hierzulande zu den führenden Brustkrebsspezialisten. 1995 habilitierte sie sich in Freiburg über die „Bedeutung der Tumorzytogenetik am Beispiel gynäkologischer Neoplasien“. Bei der Behandlung ihrer Patientinnen setzt sie nicht nur auf die Schulmedizin, sondern auch auf naturheilkundliche Verfahren.

Kiechle studierte und arbeitete zunächst an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. 1996 wechselte sie an die Frauenklinik der Christian-Albrechts-Universität Kiel, bevor sie drei Jahre später dem Ruf als C4-Ordinaria an die TU folgte.

2001 übernahm Kiechle den Vorsitz der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung. Sie ist darüber hinaus stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission zur Stammzellforschung, ordentliches Mitglied der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

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