ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Medikationsplan: Feld für klinische Pharmakologen
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In Ihrem Artikel ... wird die Rolle der Hausärzte und Apotheker unzutreffenderweise als Wächter über die Arzneimittel-sicherheit in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich sind die Ärzte für Klinische Pharmakologie die einzige Berufsgruppe, die für diese Aufgabe qualifiziert ist. Leider wird diesen Kollegen die Berücksichtigung im gesamten Verfahren verwehrt.

Die Kassenärztliche Vereinigung(en?) zeigen sich renitent, übernehmen nicht einmal die Gebühren für den Mehrpreis der Arzneimitteldatenbank Provider für den Medikationsplan.

In meiner Situation als Arzt für Klinische Pharmakologie und niedergelassener ärztlicher Psychotherapeut habe ich regelmäßig mit Patienten zu tun, die mehr als drei Arzneimittel einnehmen und oft genug Psychopharmaka erhalten, die zusammen interaktionell risikobehaftet sind. Die Qualifikation als Klinischer Pharmakologe ist den Patienten sehr hilfreich, um Dosisbetrachtungen vorzunehmen und gegebenenfalls Anpassungen zu erwirken.

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Ich plädiere dafür, dass alle Patienten, die mehr als drei Medikamente aus mehreren Fachgebieten einnehmen, obligat von einem Klinischen Pharmakologen zu beraten sind, und dass dafür eine entsprechende Gebührenziffer eingeführt wird. Ebenso ist es erforderlich, das therapeutische Drugmonitoring stärker in den Vordergrund zu stellen. Damit ist auch dem Klinischen Pharmakologen eine Niederlassung zu ermöglichen.

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