ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Hans Hege †: Ärzteschaft verliert Querdenker

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Hans Hege †: Ärzteschaft verliert Querdenker

Dtsch Arztebl 2018; 115(14): A-661 / B-571 / C-571

Spielberg, Petra

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Foto: privat
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Anfang März ist Dr. med. Hans Hege, Ehrenpräsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK), Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Bayerischen Verdienstordens und der Paracelsus-Medaille, gestorben. Hege wurde 93 Jahre alt.

Der Allgemeinarzt hatte sich als Arzt sowie Berufs- und Gesundheitspolitiker um die ärztliche Versorgung, die ärztliche Selbstverwaltung und um das Gemeinwohl der Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht. Hege galt als Nonkonformist und Querdenker. So plädierte er für den Verzicht der Vergütung von Laborleistungen, falls im Gegenzug die Leistungen von Allgemeinärzten höher vergütet würden. Der Vorschlag kostete ihn den Vorsitz der Vereinigung Praktischer Ärzte Bayerns.

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Bereits 1976 wurde Hege zum Vorsitzenden der Bezirksstelle München der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns gewählt. Bis 1983 war er Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und von 1991 bis 1999 Präsident der BLÄK.

Eine wechselvolle ärztliche Laufbahn führte in unter anderem in die Wissenschaft, die Pharmaindustrie und ab 1965 in die Freiberuflichkeit, zuerst als praktischer Arzt, später als Arzt für Allgemeinmedizin. Ab 1982 war er als vertraglich tätiger Betriebsarzt in einem großen Münchener Verlag tätig.

Geprägt von einer humanistischen Gesinnung entwickelte Hege auch eine Passion für Fragen der Philosophie, Rechtswissenschaft sowie für Musik und Literatur.

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