ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Report: Fernpendler häufiger psychisch krank

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Report: Fernpendler häufiger psychisch krank

Dtsch Arztebl 2018; 115(14): A-624 / B-544 / C-544

Hillienhof, Arne

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Eine Verkürzung der Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort kann das Risiko für eine psychische Erkrankung reduzieren. Foto: sp4764/stock.adobe.com
Eine Verkürzung der Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort kann das Risiko für eine psychische Erkrankung reduzieren. Foto: sp4764/stock.adobe.com

Mit der Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort steigt bei Pendlern die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Erkrankung. Das ist das Ergebnis einer Fehlzeitenanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Demnach liegen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen bei Arbeitnehmern, die mindestens 500 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, um 15 Prozent höher als bei denjenigen, die maximal zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen. Laut WIdO-Analyse hatten sich 2017 elf Prozent der AOK-Versicherten, die maximal zehn Kilometer Wegstrecke zum Arbeitsplatz zurücklegen, aufgrund psychischer Erkrankungen krankgemeldet. Bei einer Wegstrecke von mindestens 50 Kilometern waren es bereits 12 und bei mehr als 500 Kilometern zur Arbeit waren es 12,6 Fälle. „Wird die Distanz zum Arbeitsort durch einen Wohnortwechsel verkürzt, kann die relative Wahrscheinlichkeit von Fehltagen aufgrund einer psychischen Erkrankung um bis zu 84 Prozent reduziert werden“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender WIdO-Geschäftsführer. Dies konnte mithilfe einer Analyse der Arbeitsunfähigkeiten der AOK-Versicherten in den vergangenen fünf Jahren ermittelt werden. Insgesamt ist die durchschnittliche Fehlzeit aufgrund psychischer Erkrankungen laut WIdO von 2,9 auf 3,4 Fehltage pro AOK-Mitglied gestiegen. Der Analyse hat das WIdO die Daten von 13,2 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrundegelegt.

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