ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2018Pflege: Ausländische Fachkräfte gegen den Personalmangel

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Pflege: Ausländische Fachkräfte gegen den Personalmangel

Dtsch Arztebl 2018; 115(14): A-621 / B-543 / C-543

dpa; KNA

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In Pflegeheimen gibt es dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung zufolge 17000 offene Stellen. Foto: dpa
In Pflegeheimen gibt es dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung zufolge 17000 offene Stellen. Foto: dpa

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn will dem Personalmangel in der Pflege auch mit Mitarbeitern aus dem Ausland entgegenwirken. „Pflegekräfte aus unseren Nachbarländern einzuladen, ist die nächstliegende Option“, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. Er verwies dabei auf die in der EU geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit. Darüber hinaus müssten Abschlüsse von Pflegekräften und Ärzten schneller anerkannt werden. Selbstverständlich müsse die ausländische Qualifikation gleichwertig mit der deutschen sein, das gehöre gründlich geprüft. „Wir sollten aber mit den Bundesländern die Überprüfungen deutlich beschleunigen“, sagte Spahn.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wies Spahns Vorhaben zurück. „Wir sollten nicht anderen Ländern Pflegekräfte wegkaufen, dort fehlen sie auch bereits“, twitterte er. Lauterbach mahnte stattdessen eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte an. „Einfach nur den Koalitionsvertrag umsetzen, nicht ständig Neues“, so Lauterbach. Spahn hatte zu seinem Amtsantritt bereits angekündigt, den Pflegeberuf attraktiver machen zu wollen, etwa über eine bessere Entlohnung. Die Sprecherin für Pflegepolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Kordula Schulz-Asche, rief Spahn auf, „schnellstmöglich ein umfassendes Programm für eine Pflege-Offensive“ vorzulegen.

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