ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2018Neue Befugnisse für Psychotherapeuten: KBV gibt Hinweise zur Verordnung

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Neue Befugnisse für Psychotherapeuten: KBV gibt Hinweise zur Verordnung

PP 17, Ausgabe April 2018, Seite 149

Bühring, Petra

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Die 16-seitige Broschüre der KBV liegt dieser Ausgabe von PP bei.
Die 16-seitige Broschüre der KBV liegt dieser Ausgabe von PP bei.

Psychologische Psychotherapeuten (PP) sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) können seit Juni vergangenen Jahres auch Soziotherapie, medizinische Rehabilitation, Krankenhausbehandlung und Krankenbeförderung verordnen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jetzt eine Broschüre herausgegeben, um speziell Psychotherapeuten bei der noch ungewohnten Verordnung zu unterstützen. Sie enthält die wichtigsten Regeln und Grundlagen der Verordnung.

Es gelten generell dieselben Vorgaben wie für Vertragsärzte: So werden die gleichen Verordnungsformulare verwendet und für das Ausstellen die gleichen Gebührenordnungspositionen im EBM abgerechnet. Einige Unterschiede und Besonderheiten bestehen jedoch beim Indikationsspektrum. So dürfen PP und KJP beispielsweise Rehaleistungen nur bei bestimmten Diagnosen und bei Kostenübernahme durch die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung verordnen. Rehaleistungen, für die die Rentenversicherung zuständig ist, dürfen sie hingegen nicht verordnen.

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Die KBV konnte zudem in den Verhandlungen mit den Krankenkassen erreichen, dass das Ausstellen der Verordnungen extrabudgetär vergütet wird – und zwar seit April für alle abrechnungsberechtigten Vertragsärzte und -psychotherapeuten. Bislang wurde die Verordnung einer medizinischen Reha durch Ärzte aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt und damit nicht zu festen Preisen.

Die 16-seitige Broschüre kann kostenfrei bei der KBV bestellt werden: versand@kbv.de. Zudem steht sie als Webversion online in der KBV-Mediathek bereit: www.kbv.de/838223. PB

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