ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2018Angelika Claußen: Beharrliche Friedenskämpferin

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Angelika Claußen: Beharrliche Friedenskämpferin

Dtsch Arztebl 2018; 115(15): A-721 / B-619 / C-619

Richter-Kuhlmann, Eva

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Angelika Claußen, Foto: IPPNW
Angelika Claußen, Foto: IPPNW

Die in Bielefeld niedergelassene Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. Angelika Claußen, erhielt im März für ihr jahrzehntelanges Engagement in Friedens- und Anti-Atombewegungen den Bielefelder Frauenpreis. Sie habe bewiesen, wie wichtig ostwestfälische Sturheit ist, um immer wieder auf die Gefahren der atomaren Nutzung aufmerksam zu machen, hieß es in der Laudatio.

„Ich bin dankbar, überwältigt und furchtbar glücklich“, sagte Claußen, die seit 1986 Mitglied der deutschen Ärztevereinigung IPPNW und Expertin für die gesundheitlichen Gefahren von Niedrigstrahlung ist. Von 2005 bis 2011 war sie zudem IPPNW-Vorsitzende in Deutschland.

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Derzeit ist Claußen Präsidentin der IPPNW Europa. Sie engagiert sich in dieser Funktion unter anderem bei der Initiative Ican, der internationalen Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen, die im Dezember 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Ican wirkte maßgeblich am UNO-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen mit, der von 122 Staaten – jedoch nicht von Deutschland – unterstützt wird.

In Bielefeld arbeitet Claußen in einer Gemeinschaftspraxis für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung traumatisierter Flüchtlinge, Folterüberlebender und Menschen mit frühkindlichen Extremtraumatisierungen. 2012 erwarb sie einen Master in Friedenswissenschaften mit ihrer Studie „,Peace through Health‘ als modernen Ansatz des konstruktiven Pazifismus“. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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