ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2018Rauchverbot: Vorstoß für mehr Kinderschutz in Autos

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Rauchverbot: Vorstoß für mehr Kinderschutz in Autos

Dtsch Arztebl 2018; 115(15): A-679 / B-589 / C-589

afp; Maybaum, Thorsten

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Die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD planen ein Rauchverbot in Autos, wenn Kinder mitfahren. Der SPD-Abgeordnete Lothar Binding sagte der Saarbrücker Zeitung, er werde eine Initiative im Rahmen eines fraktionsübergreifenden „Nichtraucher-Frühstücks“ vorschlagen. „Viele Leute brauchen offenbar ordnungspolitische Vorgaben, damit sie ihre eigenen Kinder schützen.“ Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke kündigte an, einen solchen Vorstoß zu unterstützen. Zwar zeigten die meisten Raucher sich ihrer Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst und verzichteten auf die Zigarette im Auto, sagte Henke der Saarbrücker Zeitung. Aber manche ignorierten die Gefährdung des Kindeswohls und das schwerwiegende Risiko für die Gesundheit noch immer. „Dann hat der Schutz der Gesundheit für mich einen höheren Stellenwert als die Freiheit zur Ignoranz.“ Ein solches Rauchverbot fordern Kinder- und Jugendärzte seit Langem. Der vergangene Deutsche Ärztetag hatte dies in einem Beschluss ebenfalls angemahnt. Hintergrund des Vorstoßes ist das Rauchverbot im Auto bei Fahrten mit Minderjährigen in Österreich ab dem 1. Mai. Dies hat auch Unterstützung bei der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gefunden. „Rauchen im Auto im Beisein von Kindern ist ein Unding“, sagte Marlene Mortler (CSU) der Passauer Neuen Presse. Sie kündigte auch an, sich erneut für ein Tabak-Außenwerbeverbot einzusetzen. afp/may

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