ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2018Datenschutz: Handy-Tool zur Aufdeckung von App-Risiken

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Datenschutz: Handy-Tool zur Aufdeckung von App-Risiken

Dtsch Arztebl 2018; 115(16): A-770

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Bild: Production Perig/stock.adobe.com
Bild: Production Perig/stock.adobe.com

Für Smartphones gibt es immer mehr Anwendungen, die ohne das Wissen der Nutzer auf private Daten zurückgreifen. Auch nicht verwendete installierte Apps können auf sensible persönliche Daten zugreifen. Forscher der Goethe-Universität haben jetzt eine App entwickelt, die Risiken für den Datenschutz aufspürt und es Nutzern ermöglicht, das Verhalten ihrer Smartphone-Apps zu kontrollieren.

Unter datenschutzrechtlichen Aspekten sind solche Anwendungen, etwa im E-Health-Bereich, riskant. „Es gibt Unternehmen, die persönliche Daten von Smartphone-Nutzern an Werbeagenturen verkaufen. Wer blindlings Fotos, Videos, E-Mail-Adressen, den Standort oder Kreditkarteninformationen über unsichere Apps teilt, wird außerdem anfällig für Erpressung“, meint der Informatiker Majid Hatamian. Ihm zufolge erschrecken die meisten Nutzer, wenn sie realisieren, wie viele Daten ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung weitergegeben werden.

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Der Frankfurter Informatiker hat deshalb eine App für Android-Nutzer entwickelt, die anzeigt, auf welche persönlichen Daten installierte Apps zugreifen, zu welchen Zeiten, wie häufig und warum dies geschieht. Die „Android App Behaviour Analyser (A3)-App“ spürt insbesondere diejenigen Anwendungen auf, die persönliche Daten missbrauchen könnten.

Die Forschung wurde wissenschaftlich durch die Goethe-Universität Frankfurt sowie die Hochschule RheinMain koordiniert und finanziell vom Marie Skłodowska-Curie EU-Projekt „Privacy&Us“ unterstützt. EB

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