ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2018Tele­ma­tik­infra­struk­tur: gematik soll Tests flexibler gestalten können

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Tele­ma­tik­infra­struk­tur: gematik soll Tests flexibler gestalten können

Dtsch Arztebl 2018; 115(16): A-733 / B-631 / C-631

Krüger-Brand, Heike E.

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) will die Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) aufheben. Damit soll der zuständigen Betreibergesellschaft gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der elektronischen Gesundheitskarte „eine flexiblere Gestaltung der Erprobung“ der eGK-Anwendungen ermöglicht werden. Das geht aus einem Referentenentwurf des Ministeriums hervor. 2005 hatte das BMG noch Vorgaben etwa zur Zulassung der Komponenten der Tele­ma­tik­infra­struk­tur und zum Funktionsumfang gemacht. Zwischenzeitlich habe die gematik die Erprobungsmaßnahmen für den Versichertenstammdatendienst „ordnungsgemäß durchgeführt“, so das BMG. Damit seien die Voraussetzungen für die Rechtsverordnung nicht mehr gegeben. Hintergrund für die BMG-Initiative ist auch das abgespeckte Zulassungs- und Testkonzept, das die Gesellschafter der gematik verabschiedet haben. Danach kann die Industrie mit der Produktentwicklung für medizinische Fachanwendungen wie den Medikationsplan oder den Not­fall­daten­satz beginnen, sobald Spezifikationen der gematik vorliegen. Statt Ausschreibungsverfahren und Feldtests müssen die Hersteller nur noch die Funktionalität und Interoperabilität ihrer Produkte nachweisen und können danach eigene Feldtests durchführen. Der Beschluss der gematik-Gesellschafter ist in der Ärzteschaft nicht unumstritten. Die Bundes­ärzte­kammer hat sich dagegen ausgesprochen, die Testverordnung aufzuheben. KBr

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