ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2018Onkologie: S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom aktualisiert

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Onkologie: S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom aktualisiert

Dtsch Arztebl 2018; 115(16): A-778 / B-664 / C-664

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Die S3-Leitlinie zur Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms ist aktualisiert worden. Darauf hat das Leitlinienprogramm Onkologie aufmerksam gemacht.

Zu den Empfehlungen der Leitlinie gehört unter anderem eine frühzeitige palliativmedizinische Versorgung bei nicht heilbarem Lungenkarzinom. Foto: Sebastian Kaulitzki/stock.adobe.com
Zu den Empfehlungen der Leitlinie gehört unter anderem eine frühzeitige palliativmedizinische Versorgung bei nicht heilbarem Lungenkarzinom. Foto: Sebastian Kaulitzki/stock.adobe.com

Die aktualisierte Version, die unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie der Deutschen Krebsgesellschaft entstand, greift unter anderem neue Therapieprinzipien beim Vorliegen bestimmter Genveränderungen im Tumor sowie die Neuentwicklungen in der immunologischen Tumortherapie auf. Weitere Änderungen betreffen die Kapitel zur Früherkennung des Lungenkarzinoms, seine Stadieneinteilung, seine pathologisch-anatomische Diagnostik sowie die Aufklärung von Patienten mit Lungenkrebs.

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Bei Patienten mit einem nicht heilbaren Lungenkarzinom empfiehlt die Leitlinie außerdem eine frühzeitige palliativmedizinische Versorgung. „Das ist deshalb so wichtig, weil 40 Prozent aller Patienten mit Lungenkarzinom bereits zum Diagnosezeitpunkt Fernmetastasen aufweisen“, sagte Dieter Ukena, Koordinator der aktualisierten Leitlinie. Er wies darauf hin, dass die frühzeitige Integration der Palliativversorgung nachweislich die Lebensqualität der Betroffenen verbessere und die Zahl der Depressionen senke.

Lungenkrebs zählt zu den häufigen Krebsarten. 2014 erkrankten in Deutschland knapp 35 000 Männer und mehr als 19 000 Frauen daran. Aufgrund der demografischen Entwicklung und steigender Inzidenzraten bei den Frauen prognostizieren Experten einen Anstieg der Erkrankungsfälle bis 2020. EB

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