ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2018Arzteinkommen: Zi widerspricht Behauptung von GKV-Spitzenverband

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Arzteinkommen: Zi widerspricht Behauptung von GKV-Spitzenverband

Dtsch Arztebl 2018; 115(16): A-734

Hillienhof, Arne

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Zusätzliches Honorar ist aus Sicht der Ärzte nötig, wenn die Sprechstunden aufgestockt werden. Foto: zerbor/stock.adobe.com
Zusätzliches Honorar ist aus Sicht der Ärzte nötig, wenn die Sprechstunden aufgestockt werden. Foto: zerbor/stock.adobe.com

In der Diskussion um die Ausweitung der Sprechstundenzeiten von niedergelassenen Ärzten hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) Behauptungen des GKV-Spitzenverbands widersprochen. Dessen Sprecher Florian Lanz hatte erklärt, aus den Portemonnaies der Beitragszahler würde im Durchschnitt jede Arztpraxis 380 000 Euro pro Jahr erhalten. Da könne man eine Mindestsprechstundenzahl von 25 Stunden pro Woche kaum als übertrieben bezeichnen. Lanz reagierte auf Forderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Ärzte müssten für mehr Sprechstundenzeiten auch mehr Geld erhalten. Das Zi betonte nun, die 380 000 Euro pro Jahr entsprächen den durchschnittlichen Gesamteinnahmen aus dem Jahr 2015 einer Gemeinschaftspraxis, in der zwei und mehr Ärzte tätig seien. Aber nur etwa 33 Prozent aller Praxen seien Gemeinschaftspraxen. 76 Prozent der Ärzte arbeiteten in Einzelpraxen, die Einnahmen aus der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung von durchschnittlich 210 600 Euro erzielten. Dem Zi zufolge müssen Vertragsärzte von diesen Einnahmen sämtliche Kosten für den Praxisbetrieb bestreiten. Dazu gehörten Gehälter, Miete, Geräte-, Material- und IT-Kosten sowie Versicherungen. Von dem verbleibenden Anteil gingen Sozialversicherungsbeiträge und Steuern ab. Die Koalition plant, die Sprechzeiten für Kassenpatienten von 20 auf 25 Stunden pro Woche auszuweiten. hil

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