ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2018Wartezeiten: Ausbau der Terminservicestellen soll bis zum Sommer verabschiedet werden

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Wartezeiten: Ausbau der Terminservicestellen soll bis zum Sommer verabschiedet werden

Beerheide, Rebecca

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Die Terminservicestellen sollen künftig bundesweit von 8 bis 18 Uhr besetzt sein. Foto: shock/stock.adobe.com
Die Terminservicestellen sollen künftig bundesweit von 8 bis 18 Uhr besetzt sein. Foto: shock/stock.adobe.com

Nach der langwierigen Regierungsbildung soll es in der Gesetzgebung nun zügig voran gehen: So werde in der Gesundheitspolitik noch bis zum Sommer ein sogenanntes Vorschaltgesetz verabschiedet, in dem nicht nur die Regelungen zur paritätischen Finanzierung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sein werden, sondern auch Veränderungen bei den Terminservicestellen (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Dies kündigte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, in Berlin an. „Ich gehe davon aus, dass wir die Neuerungen bei den Servicestellen ohne großes Tamtam durchsetzen werden“, so Dittmar. Konkret geplant sei eine einheitliche Telefonnummer für die Servicestellen, die auf Webseiten von KVen, aber auch Krankenkassen prominent beworben werden sollen. „Sie brauchen oft detektivische Fähigkeiten, die Nummern zu finden“, erklärte die Hausärztin auf Nachfrage. Daher setze sie sich dafür ein, den Service bekannter zu machen. Die aktuellen Vermittlungszahlen entsprächen nach ihrer Wahrnehmung nicht der Realität, „denn kaum jemand kennt die Nummer“. Es gehe zudem darum, die Präsenz der TSS bundesweit auszuweiten. Diese sollten künftig zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar sein. In dem geplanten Vorschaltgesetz, für das erste Entwürfe bereits kommende Woche erwartet werden, sollen auch der Festgeldzuschuss beim Zahnersatz sowie die Senkung der Bemessungsgrundlage für Krankenversicherungsbeiträge bei Selbstständigen enthalten sein. Zudem soll die Regelung in das Vorhaben aufgenommen werden, dass auf das Einkommen der Kinder von pflegebedürftigen Eltern erst ab einem Einkommen von 100 000 Euro zurückgegriffen werden kann. bee

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