ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Wenn die Zusammenarbeit funktioniert, profitieren alle“

Dtsch Arztebl 2018; 115(16): [4]

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Interview mit Martin Olsson, M.Sc. Economics and Business Administration, Geschäftsführer des Unternehmens arzthaus.ch

Herr Olsson, Sie haben vor sechs Jahren das Unternehmen arzthaus.ch gegründet. Was machen Sie konkret?

Wir betreiben in Aarau, Sankt Gallen, Zürich City, Zürich-Stadelhofen und in Zug je eine Gruppenpraxis, in der Haus- und Fachärzte zusammenarbeiten. Wir wachsen rasch. Mittlerweile beschäftigen wir an diesen fünf Standorten schon 140 Mitarbeiter. Jeden Monat kommen fast 2 000 neue Patienten zu uns.

Welche Arbeitsbedingungen bieten Sie Ärzten?

Ärzte arbeiten bei uns in einer Art geschützter Selbstständigkeit. Sie erhalten ein leistungsabhängiges Gehalt und genießen die Sicherheit als Angestellte. Geführt werden die Praxen von einem Leitenden Arzt oder einer Leitenden Ärztin. Er oder sie trägt die Verantwortung für Infrastruktur und Mitarbeiter, doch die Organisation ist nicht hierarchisch. Im Vergleich zu Deutschland ist das Leben in der Schweiz zwar teuer, aber die Nettolöhne sind gut.

Wie gut denn?

Allgemeinärzte, die in Vollzeit bei uns arbeiten, verdienen nach Abzug von Sozialabgaben und Einkommensteuer etwa 140 000 Schweizer Franken pro Jahr, Fachärzte mehr.

Unterstützen Sie Ärzte, die aus dem Ausland kommen?

Ja, Ärzte, die bei uns anfangen, schulen wir in den ersten Monaten intensiv. Sie lernen das Schweizer Gesundheitssystem, unser Computersystem, die Praxisabläufe und die Abrechnung kennen. Die meisten der deutschen Ärzte arbeiten nach ein bis zwei Monaten ohne Schwierigkeiten ganz selbstständig.

Was erwarten Sie grundsätzlich von Mitarbeitern?

Wir erwarten Kollegialität und Teamfähigkeit. Viele Patienten werden von mehreren Ärzten behandelt. Daher ist es wichtig, dass sich die Ärzte gut verstehen. Wenn die Mitarbeiter zufrieden sind und die Zusammenarbeit gut funktioniert, profitieren alle.

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