ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2018Auch schon bei Diabetes Vorstadien vorhanden
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Vermisst habe ich in dem Beitrag den Hinweis, dass schon bei Diabetes-Vorstadien (Prädiabetes, subklinischer Diabetes, gestörte Glukosetoleranz) auch teils schwerwiegende Polyneuropathien auftreten können (1). Es zählt also hier die diabetische Diathese, die Veranlagung, nicht der aktuelle Blutzuckerspiegel. Jeder praktisch tätige Neurologe weiß dies, und alle neueren Untersuchungen haben ergeben, dass bei Diabetes Typ 2 kein Zusammenhang besteht zwischen einer guten Einstellung des Blutzuckers und den neurologischen Schäden beziehungsweise Beschwerden. Damit verhält es sich hier anders als bei anderen diabetischen Folgeerkrankungen, zum Beispiel Gefäßschäden, wo der Blutzuckerspiegel sehr wohl eine Rolle spielt. — Warum wird dennoch (vor allem von Internisten) immer wieder eine „möglichst optimale Blutzuckereinstellung“ zur Behandlung der Polyneuropathie empfohlen? Ut aliquid fiat?

DOI: 10.3238/arztebl.2018.0295b

Dr. med. Klaus Pillhatsch

Nervenfachärztliche Praxis

Regensburg

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Sommer C, Geber C, Young P, Forst R, Birklein F, Schoser B: Polyneuropathies—etiology, diagnosis, and treatment options. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 83–90 VOLLTEXT
1.Sommer C, Geber C, Young P, Forst R, Birklein F, Schoser B: Polyneuropathies—etiology, diagnosis, and treatment options. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 83–90 VOLLTEXT

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