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Der Artikel gibt eine gute Übersicht über Ursachen, Pathophysiologie, Symptome und Behandlung der Polyneuropathie (1). Trotzdem darf ich einige Ergänzungen machen: Es fehlen die postaktinischen schweren Plexuspolyneuropathien sowie Spätschäden durch Bestrahlungen (Röntgen, Cobalt etc.) an den kleinen Gefäßen des Rückenmarkes sowie der Nerven (Neurone, Markscheiden, Schnürringe usw.) mit massiven Schmerzen sowie sensiblen und motorischen Ausfällen im thorakalen und Beckenbereich und Ödemneigung (neuropathisch, lymphogen). Dabei ist an Mammakarzinome, Lymphome und solide Tumoren zu denken. Die immer wieder zu lesende Nervenbiopsie ist nicht ungefährlich, und es wird deshalb auch von Spezialisten Zurückhaltung erwartet, deshalb gilt eher eine Ausschlussdiagnostik.

Bezüglich Therapie fehlt trotz Metaanalyse (siehe Literaturstelle im Beitrag [36]) ein kritisches Hinterfragen der oft überwiegenden massiven Nebenwirkungen – die zum Absetzen des/der Präparate führen. Die manchmal noch hilfreiche Hochtontherapie oder die Implantation eines SCNS (Elektrostimulators des Rückenmarkes) ist bei noch intakter peripher spinaler Nervenleitung zu prüfen.

DOI: 10.3238/arztebl.2018.0295c

Dr. med. Torsten Maurer

Dresden

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Sommer C, Geber C, Young P, Forst R, Birklein F, Schoser B: Polyneuropathies—etiology, diagnosis, and treatment options. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 83–90 VOLLTEXT
1.Sommer C, Geber C, Young P, Forst R, Birklein F, Schoser B: Polyneuropathies—etiology, diagnosis, and treatment options. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 83–90 VOLLTEXT

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