ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2018Psoriasis: Unverantwortlich

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Psoriasis: Unverantwortlich

Dtsch Arztebl 2018; 115(17): A-832 / B-706 / C-706

Kunz, Hans-Detlev

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Seit seiner Gründung 1973 stemmt sich der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB), die Selbsthilfe bei Schuppenflechte, gegen das gesellschaftliche Stigma von Menschen mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis. Wenn die sogenannten „sozialen Netzwerke“ nur noch dem ökonomischen Streben puritanischer, amerikanischer Konzerne folgen, hat dies mit dem deutschen Begriff „sozial“ nichts gemeinsam. Es ist geradezu bizarr, wie Konzerne meinen, ihren Zeitgeist mittels technischer Möglichkeiten weltweit zu streuen, um Daten als Basis für deren Werbegeschäft zu generieren.

Offenbar scheren sich ausschließlich dem Kapital verpflichtete Konzerne nicht um die Entscheidung der Generalversammlung der WHO zur Psoriasis (Siebenundsechzigste Weltgesundheitsversammlung, Tagesordnungspunkt 13.5, „Psoriasis“, WHA 67.9, 24. Mai 2014).

Wenn Optik das Geschäft zerstört, wird in letzter Konsequenz auch jeder von Politikern im Gesicht getragene Pickel aus diesen unsozialen Netzwerken entfernt werden. Es gibt wohl keine größere Steigerung des unverantwortlichen Umgangs mit der Erkrankung von „nur“ 125 Millionen Menschen auf diesem Erdball.

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Hans-Detlev Kunz, Geschäftsführer Deutscher Psoriasis Bund e.V. (DPB), 20459 Hamburg

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