ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2018Andreas Westerfellhaus: Kämpfer für die Pflege

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Andreas Westerfellhaus: Kämpfer für die Pflege

Dtsch Arztebl 2018; 115(17): A-835 / B-709 / C-709

Osterloh, Falk

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Andreas Westerfellhaus, Foto: dpa

Niemand hat die politische Emanzipation der Pflege in den vergangenen Jahren so sehr vorangetrieben wie Andreas Westerfellhaus (61). Der gebürtige Ostwestfale hat den Deutschen Pflegerat zu einem ernst zu nehmenden Ansprechpartner für die Bundespolitik gemacht, er hat den Deutschen Pflegetag aus der Taufe gehoben und treibt derzeit die Gründung einer Bundes­pflege­kammer voran. Eines seiner vorrangigen Ziele ist es dabei, den Pflegekräften mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln, damit sie lernen, ihre Interessen selbst durchzusetzen.

Andreas Westerfellhaus ist gelernter Krankenpfleger. An seine Ausbildung schloss er eine Weiterbildung zum Intensivpfleger an. Später studierte er Pädagogik für Gesundheitsberufe und übernahm 1993 die Leitung der Krankenpflegeschule der Westfälischen Kliniken in Gütersloh. Von 2000 bis 2018 war Westerfellhaus Geschäftsführer der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen, von 2009 bis 2017 Präsident des Deutschen Pflegerates. Nun wurde er auf Vorschlag von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zum Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung ernannt.

In seinem neuen Amt wird sich Westerfellhaus weiterhin mit viel Leidenschaft für die Belange der Pflegekräfte einsetzen. Dabei scheut er auch nicht vor umstrittenen Themen zurück. „Wir müssen die Aufgaben zwischen den Gesundheitsberufen dringend und unbedingt neu verteilen“, forderte er an seinem zweiten Tag im Amt. Seine Vision sei es, dass Pflegekräfte eines Tages eigene Diagnosen stellten, zum Beispiel bei der Versorgung chronischer Wunden. Falk Osterloh

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