SUPPLEMENT: Perspektiven der Diabetologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2018; 115(17): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Eine Annäherung des Sterberisikos von Patienten mit Typ-2-Diabetes an das von Menschen ohne diese Erkrankung zählt zu den wichtigsten Zielen der Gesundheitsversorgung. Die Ergebnisse einer Studie des Robert Koch-Instituts und des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf zeigen nun, dass diesbezüglich noch viel „Luft nach oben“ ist. Für die Studie wurden Daten von 6 550 Personen ausgewertet, die 1998 am Bundes-Gesundheitssurvey teilgenommen hatten und im Hinblick auf ihre Überlebenszeit im Mittel 12 Jahre weiter beobachtet wurden. Danach ist die Mortalitätsrate von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes nach wie vor fast doppelt so hoch (Faktor 1,8) wie bei Erwachsenen ohne die Erkrankung. Besonders ungünstig ist das Verhältnis bei Männern in der Altersgruppe von 45–55 Jahren (BMJ Open Diabetes Research and Care 2017; 5:e000451.
doi: 10.1136/bmjdrc-2017–000451)

Ob die Einführung einer „Zuckersteuer“ dazu führen könnte, dass der Saccharosegehalt in manchen Produkten sinkt, wird derzeit viel diskutiert. So rät die Weltgesundheitsorganisation zu einer Sondersteuer von mindestens 20 % bei zuckerhaltigen Getränken, um einen spürbaren Rückgang des Zuckerkonsums zu erreichen. Um die Übersterblichkeit der Diabetiker zu beeinflussen, bedarf es aber sicher einer Gesamtstrategie zur Reduzierung von Zucker und Fett. Im Fokus steht die gesamte Lebens- und Ernährungsweise, nicht einzelne Nährstoffe.

Anzeige

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote