MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Alkoholmarker bei klinischen und forensischen Fragestellungen

Alcohol biomarkers in clinical and forensic contexts

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(18): 309-15; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0309

Andresen-Streichert, Hilke; Müller, Alexander; Glahn, Alexander; Skopp, Gisela; Sterneck, Martina

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Hintergrund: Alkoholmarker spielen nicht nur im forensischen Kontext, zum Beispiel bei Sorgerechtsprozessen oder zum Nachweis einer Alkoholabstinenz nach Führerscheinentzug, eine wesentliche Rolle. Auch in der Klinik werden Alkoholmarker zunehmend eingesetzt, um eine Alkoholabstinenz zu verifizieren oder einen schädlichen Alkoholkonsum auszuschließen.

Methode: Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in PubMed zu den hier vorgestellten direkten und indirekten Alkoholmarkern. Zusätzlich flossen analytische und klinische Erfahrungen der Autoren in die Arbeit ein.

Ergebnisse: Neben dem Nachweis von Ethanol stehen die klassischen indirekten Alkoholmarker kohlenhydratdefizientes Transferrin (CDT), Gammaglutamyltransferase (GGT) und mittleres korpuskuläres Volumen (MCV) sowie weitere direkte Alkoholmarker wie Ethylglukuronid (EtG) und Ethylsulfat (EtS) im Serum sowie Urin, EtG und Fettsäureethylester (FAEE) im Haar zur Verfügung. Das Phosphatidylethanol (PEth) scheint ein vielversprechender Parameter zu sein, der mit hoher Spezifität (48–89 %) und Sensitivität (88–100 %) das bisherige Spektrum sinnvoll ergänzt. Im klinischen Alltag zeigt sich, dass der Nachweis von positiven Alkoholmarkern häufig dazu führt, dass Patienten einen zuvor negierten Alkoholkonsum einräumen. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, den Patienten an eine Suchttherapie heranzuführen.

Schlussfolgerungen: Die verfügbaren Alkoholmarker besitzen unterschiedliche Sensitivitäten und Spezifitäten in Bezug auf die Nachweiszeiträume sowie das nachweisbare Ausmaß des Alkoholkonsums. Der zu bestimmende Marker beziehungsweise eine Kombination mehrerer Marker sollte daher entsprechend der konkreten Fragestellung der jeweiligen Überprüfung gewählt werden.

Marker zum Nachweis einer Alkoholaufnahme oder eines schädlichen Alkoholgebrauchs bieten die Möglichkeit, Patienten- beziehungsweise Probandenangaben zum Alkoholkonsum zu objektivieren. Sie können in direkte und indirekte Marker eingeteilt werden. Direkte Marker entstehen, wenn Ethanol metabolisiert wird oder mit körpereigenen Substanzen reagiert. Indirekte Marker sind Enzyme beziehungsweise Zellen, die sich durch akuten oder chronischen Alkoholkonsum in typischer Weise verändern. Für bestimmte Fragestellungen, zum Beispiel in der Transplantationsmedizin (1) oder für die Fahreignungsbegutachtung (2), sind die mindestens zu bestimmenden Parameter beziehungsweise sogar das genaue Ladungsprozedere vorgegeben. Hingegen obliegt in anderen Fällen, wie beispielsweise in Angelegenheiten des Sorge- und Arbeitsrechts oder bei Begleitung eines Alkoholentzugs, die Wahl der Marker den zuständigen Ärzten oder Toxikologen.

Die Marker unterscheiden sich deutlich in der Dauer ihrer Nachweisbarkeit und dem Ausmaß des Alkoholkonsums, das zu einem positiven Ergebnis führt, aber auch in ihrer Spezifität. Medikamente oder Erkrankungen können die Analyse der Marker beeinflussen. Somit muss durch die Wahl sowohl die Fragestellung (maßvoller Alkoholkonsum oder Abstinenz) als auch das Ladungsprozedere (Zeitpunkt der Terminbekanntgabe) berücksichtigt werden.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Alkoholmarker, ihre Aussagekraft und einen sinnvollen Einsatz in der Praxis zu geben.

Methode

Eine selektive Literaturrecherche in PubMed für den Zeitraum Januar 1958 bis August 2017 zu den hier vorgestellten direkten und indirekten Alkoholmarkern wurde durchgeführt. Zusätzlich flossen analytische und klinische Erfahrungen der Autoren in die Arbeit ein.

Nachweisbarkeit und Aussagekraft der Alkoholmarker

Ethanol und Methanol

Eine akute Alkoholisierung kann anhand der Blut- oder Atemalkoholkonzentration bestimmt werden. Im Urin ist Ethanol 10–12 Stunden nach Trinkende nicht mehr nachweisbar (e1). Ist der Proband mindestens 12 Stunden vor einer anstehenden Überprüfung darüber informiert, kann er eine Detektion von Ethanol im Blut und Urin vermeiden, wenn er die Alkoholaufnahme rechtzeitig beendet.

In diesem Fall bringt der Nachweis von Methanol einen zusätzlichen Nutzen: Da die Affinität der Alkoholdehydrogenase zu Ethanol erheblich höher ist, kumuliert durch Getränke zugeführtes sowie endogen aus Pektinen gebildetes Methanol (Spannweite: 0,35–3,2 mg/L [3]) im Serum oberhalb einer Blutethanolkonzentration von 0,2–0,5 ‰ (4).

Basierend auf wissenschaftlichen Trinkversuchen wird eine Methanolkonzentration von > 10 mg/L als Marker für eine vorangegangene längerfristige, durchgehende Alkoholbelastung über zumindest zahlreiche Stunden angesehen (3). Nach Auswertung von Trinkversuchsdaten wurden 5 mg/L als Grenzschwelle interpretiert, um zwischen Patienten mit beziehungsweise ohne eine Alkoholabhängigkeit zu differenzieren (Spezifität von 98 % [5]). In mehreren Studien wurde ein Grenzwert für eine zeitnahe Alkoholaufnahme von 5 mg/L angewendet (Trinkende maximal 1 Tag zuvor) (68).

Klinisch-chemische Parameter

Kohlenhydratdefizientes Transferrin

Eine übermäßige Alkoholaufnahme von > 50–80 g Ethanol pro Tag über mindestens 1–2 Wochen führt zu einem Verlust von Kohlenhydratseitenketten des Transferrins (9, 10). Kohlenhydratdefizientes Transferrin (CDT) ist ein spezifischer, jedoch nicht sehr empfindlicher Marker (Tabelle 1). Personen mit einem moderaten Konsum oder einem episodischen Trinkmuster weisen CDT-Werte im Normbereich auf. Ferner können aufgrund seltener genetischer Variationen falsch-positive Ergebnisse auftreten (11).

Spezifität und Sensitivität der Alkoholmarker bezogen auf die jeweils angegebene Trinkmenge
Tabelle 1
Spezifität und Sensitivität der Alkoholmarker bezogen auf die jeweils angegebene Trinkmenge

Mittleres korpuskuläres Volumen, Gammaglutamyltransferase, Aspartat- und Alanin-Aminotransferase

Eine Erhöhung des mittleren korpuskulären Volumens (MCV) der Erythrozyten und der Aktivität der Enzyme Aspartat-Aminotransferase (AST) sowie Alanin-Aminotransferase (ALT), insbesondere ein Verhältnis von AST/ALT > 2, und vor allem der Gammaglutamyltransferase-Aktivität (Gamma-GT) können auf einen riskanten Alkoholkonsum sowie eine alkoholinduzierte Leberschädigung hinweisen (12).

Vorteile dieser Marker sind die preiswerte routinemäßige Bestimmung in klinisch-chemischen Laboren (Tabelle 2). Darüber hinaus gehen sie erst mehrere Wochen nach Beendigung oder Reduzierung der Alkoholaufnahme wieder auf Normalwerte zurück (CDT: 2–3 Wochen; Gamma-GT: 2–6 Wochen; AST/ALT: 2–4 Wochen; MCV: 8–16 Wochen [12]). Ein Nachteil der indirekten Alkoholmarker ist ihre geringe Spezifität (Tabelle 1). Zum Beispiel können nichtalkoholinduzierte Lebererkrankungen, Medikamente oder eine Lebertransplantat-Dysfunktion die Werte ebenfalls erhöhen (e3e5).

Verfügbarkeit der Analytik
Tabelle 2
Verfügbarkeit der Analytik

Diese Marker können zwar einen riskanten/exzessiven Alkoholkonsum nachweisen, sind zur Abstinenzkontrolle jedoch nicht geeignet, denn eine regelmäßige Aufnahme geringer Mengen Ethanol oder das sogenannte „binge drinking“ führen nicht zum Anstieg (9, 13) (Tabelle 3).

Anwendung der Alkoholmarker
Tabelle 3
Anwendung der Alkoholmarker

Ethylglukuronid und Ethylsulfat

Neben der oxidativen Metabolisierung entstehen aus Ethanol in geringem Umfang die Phase-II-Metabolite Ethylglukuronid (EtG; 0,02–0,06 % des aufgenommenen Alkohols) und Ethylsulfat (EtS; 0,010–0,016 %) (14). Nach Alkoholaufnahme sind sie bereits binnen kurzer Zeit (< 45 Minuten) im Blut nachweisbar. Die vom Umfang der Alkoholzufuhr abhängige Nachweisbarkeitsdauer von EtG im Serum übersteigt die des Ethanols um bis zu 8 Stunden (15). EtS ist im Serum etwa doppelt so lange nachweisbar wie Ethanol (16).

EtG und EtS werden kurze Zeit (< 60 Minuten) nach Alkoholaufnahme auch im Urin ausgeschieden. Bereits nach Aufnahme geringer Mengen bleibt EtG bis circa 24 Stunden im Urin nachweisbar; nach exzessivem Konsum beträgt das Nachweisfenster bis zu 130 Stunden (17). Dadurch sind EtG und EtS im Urin die Kurzzeitmarker mit führender Sensitivität (Tabelle 1). Die Sensitivität ist abhängig von der Alkoholmenge, der Zeitdifferenz zwischen Probenabgabe und Alkoholaufnahme sowie dem angewendeten Methoden-Cut-off (6, 18, 19). Da die Konzentrationen im Urin diureseabhängig sind, führt die Aufnahme größerer Volumina an Wasser zu einem starken Konzentrationsabfall von EtG und EtS im Urin. Daraus kann ein falsch-negatives Testergebnis resultieren (e6). Deshalb ist es sinnvoll, die EtS- und EtG-Werte im Urin auf dessen Kreatinin-Gehalt zu beziehen oder zumindest diesbezüglich eine Mindestanforderung, in der Regel > 20 mg/dL, zu stellen (e7).

Nachteilig ist jedoch, dass aufgrund der sehr hohen Sensitivität anhand des EtG-/EtS-Befundes im Urin ein bereits mehrere Tage zurückliegender Trinkexzess nicht von einer (möglicherweise unbeabsichtigten) geringfügigen Alkoholexposition wenige Stunden vor der Probenabnahme zu unterscheiden ist. Wenn konzentrierte ethanolische Mundspüllösungen (26,9 Volumenprozent [Vol.-%]) oder hoch konzentrierte ethanolische Desinfektionszubereitungen (60–96 Vol.-%) angewendet werden, wurden im Einzelfall positive Befunde im Urin beobachtet (e8, e9). Auch größere Volumina (zum Beispiel 2,5 L) eines alkoholfreien Bieres können positive Testergebnisse für EtG und EtS im Urin noch bis zu 20 Stunden nach Konsum bewirken; eine Deklarationspflicht besteht erst ab 0,5 Vol.-% (e10). Patienten beziehungsweise Probanden müssen im Vorfeld einer Überprüfung darauf hingewiesen und über entsprechendes Verhalten vor der Probennahme befragt werden.

Phosphatidylethanol

Phosphatidylethanol (PEth) ist ein abnormes Phospholipid, das nach Alkoholexposition in Zellmembranen von zum Beispiel humanen Erythrozyten gebildet wird (20). Es handelt es sich nicht um ein einziges Molekül, sondern um eine Gruppe von Glycerophospholipiden mit verschieden langen Fettsäureresten, die unterschiedliche Sättigungsgrade aufweisen. Bisher wurden in humanen Blutproben 48 PEth-Spezies identifiziert (e11). Das derzeit vorrangig für die Analytik verwendete PEth-Homologe 16:0/18:1 wird nach Alkoholaufnahme anteilig am meisten gebildet und vereinfacht als PEth bezeichnet (21, 22). PEth war in Trinkversuchen bereits nach 30 Minuten im Blut nachweisbar, maximale Werte an PEth wurden nach 90–120 Minuten erreicht (23). Bei häufiger Alkoholaufnahme kumuliert PEth im Vollblut.

Die meisten Studien zu PEth erfolgten retrospektiv unter klinischen oder epidemiologischen Gesichtspunkten an alkoholkranken Personen in Entgiftungs- beziehungsweise Rehabilitationseinrichtungen oder auch an ausgewählten Kollektiven, wie zum Beispiel Patienten mit Lebererkrankungen, Schwangeren oder HIV-positiven (humanes Immundefizienz-Virus, [HIV]) Patienten. Wenige Studien erfolgten prospektiv und/oder experimentell an gesunden Probanden mit allenfalls moderatem Trinkverhalten und einer Aufnahme geringer Mengen an Alkohol (eTabelle).

Übersicht über die Studienlage zu Phosphatidylethanol
eTabelle
Übersicht über die Studienlage zu Phosphatidylethanol

Da PEth bereits nach circa 1–2 Stunden und bis zu maximal 12 Tagen auch nach einmaliger Alkoholaufnahme im Blut detektiert werden kann, eignet sich der Marker sowohl für den Nachweis eines aktuellen Konsums als auch für einen Abstinenzbeleg (24). Nach moderatem sowie riskantem Trinkverhalten über einen längeren Zeitraum, wie auch bei Alkoholrückfällen, ist die Aussagekraft von PEth etwas höher als von CDT und wird nur durch den Nachweis von EtG in Haaren übertroffen (25) (eTabelle). Allerdings lässt sich durch eine Analyse von PEth schneller erfassen, ob der Patient/Proband sein Trinkverhalten änderte.

Durch eine Konzentrationsbestimmung von PEth lässt sich ein täglicher Alkoholkonsum von mehr als 60 g Ethanol von einer geringeren Alkoholaufnahme eindeutig unterscheiden. PEth eignet sich daher, Personen mit chronisch exzessivem Trinkverhalten zu identifizieren (26). Zurzeit gibt es noch keine Festlegung, jedoch mehrere Empfehlungen zu entsprechenden Cut-offs.

Die Präanalytik und Analytik von PEth sind aufwendig; der Einsatz von Trockenblutproben, die Verfügbarkeit deuterierter Standards und moderner Analysentechnologien erlauben jedoch heute bereits seine routinemäßige Bestimmung. Mittels PEth kann ein chronischer, aber auch ein einmaliger Alkoholkonsum nachgewiesen werden, weshalb sich dieser Marker gut zur Überwachung von Abstinenz und Trinkverhalten sowie zur Aufdeckung eines Rückfalls eignet. Daher sollte dieser aussagekräftige Marker wie in Schweden auch in Deutschland Einzug ins klinische Labor halten (27).

Alkoholmarker im Haar

Ethylglukuronid im Haar

Das Ausmaß des Alkoholkonsums und die EtG-Konzentrationen im Haar sind eng miteinander korreliert (28, 29). Der Nachweis von EtG im Haar bietet zwei Vorteile:

  • Mit einem proximalen 3–6 cm langen Haarsegment kann retrospektiv ein Zeitraum von mehreren Monaten überprüft werden.
  • Ein kurzfristig reduzierter Alkoholkonsum hat keinen Einfluss auf das Analyseergebnis.

Die EtG-Analyse ermöglicht somit, einen chronischen schädlichen Alkoholkonsum, der die Genese einer Steatosis hepatis oder einer Zirrhose erklären kann, zu erfassen. Im forensischen Setting kann der Einsatz dieses langfristigen Markers eine wiederholte kurzfristige Kontrolle eines Probanden/Patienten vermeiden.

Auf der Basis international gültiger Grenzwerte kann eine Abstinenz überprüft (EtG im Haar < 7 pg/mg) sowie ein chronisch exzessives Trinken mit einem Konsum von mehr als 60 g Ethanol pro Tag erkannt werden (> 30 pg/mg). Ein Wert zwischen 7 und 30 pg EtG/mg Haar wird als starker Hinweis auf einen regelmäßigen Alkoholkonsum gewertet (30).

Fettsäureethylester

Fettsäureethylester (FSEE oder FAEE) werden in Anwesenheit von Ethanol, zum Beispiel aus Triglyceriden oder freien Fettsäuren, unter der Wirkung spezifischer FAEE-Synthasen und anderer Enzyme gebildet. Diese nichtoxidativen Stoffwechselprodukte von Ethanol können im Blut, im Gewebe und auch im Haar nachgewiesen werden. Quantitativ analysiert wird das Ethylpalmitat, weitere Parameter können zusätzlich gemessen werden (31, 32). FAEE kann neben EtG im Haar als Plausibilitätskontrolle bestimmt werden, nicht jedoch als alleiniger Parameter, um eine Abstinenz zu überprüfen. Als Cut-off für eine Abstinenz werden 0,12 ng/mg im proximalen 3-cm-Haarabschnitt gewertet. Ein Wert von 0,35 ng/mg gilt als starker Hinweis auf einen chronisch exzessiven Konsum (30).

Für EtG und FAEE im Haar gilt, dass bei negativen Ergebnissen eine nur gelegentliche Aufnahme von Alkohol nicht ausgeschlossen werden kann. Eine behauptete Abstinenz kann somit nicht belegt, sondern allenfalls widerlegt werden. Zu beachten ist, dass eine Untersuchung von 3 bis maximal 6 cm langen proximalen Haarabschnitten empfohlen wird. Andernfalls müssen die quantitativen Ergebnisse mit großer Vorsicht interpretiert werden (30). Ausgegangen wird von einem durchschnittlichen Wachstum des Haares von circa 1 cm/Monat. Bei der Interpretation müssen der nicht erfasste intradermale Haarabschnitt und das zyklische Wachstum des Haares berücksichtigt werden (33).

Eine kosmetische Behandlung der Haare (Tönen, Färben, Bleichen, Dauerwelle, Glätten) kann die Konzentration der Analyten deutlich verringern. Ethanol-haltige Haarpflegeprodukte haben keinen Einfluss auf EtG, führen jedoch möglicherweise zu falsch-positiven FAEE-Resultaten (3436).

Klinischer Nutzen von Alkoholmarkern

In der Klinik werden Alkoholmarker zunehmend eingesetzt, um Alkoholabstinenz zu objektivieren oder schädlichen Alkoholkonsum auszuschließen. Die Kosten für die Analysen werden gemäß Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet und von den Krankenkassen übernommen.

Der Nachweis eines schädlichen Alkoholgebrauchs (S3-Leitlinie: Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen [e12]), eines chronisch exzessiven Trinkens oder einer Alkoholabhängigkeit, zum Beispiel mit Craving, Kontrollverlust oder Toleranzentwicklung (vergleiche internationale Klassifikation der Krankheiten [ICD] 10 [e13]), sollte eine enge ärztliche und/oder psychiatrische Überwachung zur Folge haben. Dadurch sollen sowohl das Risiko einer Organerkrankung als auch weitere medizinische, soziale und psychologische Probleme reduziert werden (e14). Wünschenswert wäre die Überweisung an eine/n Suchtmediziner/in oder eine Ärztin/einen Arzt mit einer Zusatzbezeichnung für suchtmedizinische Grundversorgung. Patienten mit alkoholischer Leberzirrhose, bei denen eine Abstinenz erzielt werden kann, haben eine signifikant bessere Überlebensrate als Patienten, die weiter Alkohol konsumieren (37). In einer prospektiven Kohortenstudie stieg bei Abstinenz die 1-Jahresüberlebensrate von 63 % auf 95 % und die 5-Jahres-Überlebensrate von 36 % auf 61 % (38).

Bei Alkoholentzugs- oder Entwöhnungsprogrammen ist eine Analyse von EtG im Urin geeignet, um Rückfälle zu detektieren (39, 40). Im Bereich der Lebertransplantation kommen Alkoholmarker bereits regelmäßig zum Einsatz, um eine Alkoholabstinenz vor Listung zur Transplantation zu verifizieren, Patienten auf der Warteliste zu überwachen oder nach Transplantation Rückfälle rechtzeitig zu erkennen. Die Richtlinien der Bundes­ärzte­kammer zur Wartelistenführung von Patienten vor Lebertransplantation fordern verpflichtend, dass EtG im Urin vor der Aufnahme auf die Warteliste sowie während der Wartezeit auf ein Organ bestimmt wird (1). Im Falle eines positiven Urin-EtG-Befundes wird der Patient von seinem behandelnden Arzt mit dem Ergebnis konfrontiert sowie zusätzlich erneut dem auf Alkoholerkrankung spezialisierten Psychologen beziehungsweise Psychiater des Transplantationsprogramms vorgestellt. Erfahrungsgemäß räumen in dieser Situation viele Patienten den vorher negierten Alkoholkonsum ein und sind gegenüber einer Suchttherapie aufgeschlossener. Ist dies nicht der Fall, entscheidet die lokale interdisziplinäre Transplantationskonferenz, wie zu verfahren ist: Entweder wird der Patient nicht gelistet beziehungsweise von der Transplantationswarteliste gestrichen oder sein Status wird nur zeitweilig zur weiteren Verlaufskontrolle inaktiviert. Hervorzuheben ist, dass diese Entscheidung nicht allein auf einem Nachweis des Alkoholmarkers basiert, sondern immer im Hinblick auf alle Befunde, inklusive Anamnese, psychologisch/psychiatrisches Gutachten, weitere Labor-/Alkoholparameter, gegebenenfalls Leberhistologie und Prognose des Patienten. Um die Möglichkeit eines falsch-positiven EtG-Befundes, beispielsweise durch die Aufnahme alkoholhaltiger Lebensmittel, gering zu halten, wird in der Transplantationsmedizin ein Cut-off-Wert von 0,5 mg/L statt 0,1 mg/L verwendet (1, 6, 18). Außerdem werden die Patienten vorab ausführlich darüber aufgeklärt, dass sie auch geringe Mengen Alkohol in Lebensmitteln wie in Süßspeisen oder Soßen unbedingt meiden müssen.

Um Patienten mit einer ursprünglich ethyltoxischen Zirrhose nach Transplantation zu überwachen, erwiesen sich Alkoholmarker als sehr nützlich. Dadurch kann ein Alkoholrückfall besser detektiert werden als durch das ärztliche Gespräch, die Selbstangaben des Patienten oder erhöhte Leberwerte (6, 7). Ziel ist es, den Patienten zur Abstinenz zu motivieren, um einen irreversiblen Schaden des Transplantats zu vermeiden. In einer kürzlich abgeschlossenen Studie konnte der diagnostische Vorteil des Alkoholmarkers PEth im Transplantationssetting belegt werden (25). Die Fallbeispiele im Kasten und eKasten illustrieren den Nutzen der Alkoholmarker in der Transplantationsmedizin.

Fallbeispiel 1
Kasten
Fallbeispiel 1
Fallbeispiel 2
eKasten
Fallbeispiel 2

Genauso dienen Alkoholmarker prinzipiell dazu, die Genese einer Steatosis hepatis oder einer Leberzirrhose zu bestimmen. Hier darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass Alkohol häufig nur ein Kofaktor für eine Lebererkrankung ist und weitere Ursachen unbedingt ebenfalls diagnostisch evaluiert werden sollten.

Schlussfolgerung

Der klinische Einsatz der Alkoholmarker ist hilfreich, um den tatsächlichen Alkoholkonsum eines Patienten einschätzen zu können. Die Kenntnis hierüber sollte dazu genutzt werden, die Patienten so zu unterstützen, dass Alkoholfolgeschäden vermieden werden.

Die einfache und kostengünstige Bestimmung von EtG im Urin eignet sich besser als Ethanol, um in Entwöhnungsprogrammen, bei Patienten auf der Transplantationswarteliste, im forensischen Setting, aber auch in der hausärztlichen Verlaufskontrolle, die angegebene aktuelle Alkoholabstinenz zu prüfen. Durch Kombination mit CDT sowie zukünftig gegebenenfalls auch PEth kann darüber hinaus ein schädlicher Alkoholkonsum der vorangegangenen 1–2 Wochen erfasst werden. Obgleich EtG im Haar am aussagekräftigsten ist, um chronischen schädlichen Alkoholkonsum zu erfassen, wird der Marker häufig nur in speziellen Situationen wie bei forensischer Fragestellungen bestimmt.

Hervorzuheben ist, dass die Ergebnisse der Alkoholmarker nie isoliert, sondern stets im Kontext mit der Anamnese, der Klinik sowie dem psychischen und physischen Gesundheitszustand des Patienten betrachtet werden sollten.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 4. 10. 2017, revidierte Fassung angenommen: 19. 2. 2018

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. rer. nat. Hilke Andresen-Streichert
Uniklinik Köln
Institut für Rechtsmedizin
Arbeitsbereich Toxikologie und Alkohologie
Melatengürtel 60/62, 50823 Köln
Hilke.andresen-streichert@uk-koeln.de

Zitierweise
Andresen-Streichert H, Müller A, Glahn A, Skopp G, Sterneck M: Alcohol biomarkers in clinical and forensic contexts. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 309–15. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0309

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Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eMethodenteil, eKasten, eTabelle:
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* Diese Autoren/innen teilen sich die Erst- beziehungsweise Letztautorenschaft.
Uniklinik Köln, Institut für Rechtsmedizin, Arbeitsbereich Toxikologie und Alkohologie:
PD Dr. rer. nat. Hilke Andresen-Streichert
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Rechtsmedizin, Arbeitsbereich Toxikologie und Alkohologie: Dr. rer. nat. Alexander Müller
Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie: Dr. med. Alexander Glahn
Forensisch Toxikologisches Centrum München GmbH: Prof. Dr. rer. nat. Gisela Skopp
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantations-Chirurgie: Prof. Dr. med. Martina Sterneck
Fallbeispiel 1
Kasten
Fallbeispiel 1
Spezifität und Sensitivität der Alkoholmarker bezogen auf die jeweils angegebene Trinkmenge
Tabelle 1
Spezifität und Sensitivität der Alkoholmarker bezogen auf die jeweils angegebene Trinkmenge
Verfügbarkeit der Analytik
Tabelle 2
Verfügbarkeit der Analytik
Anwendung der Alkoholmarker
Tabelle 3
Anwendung der Alkoholmarker
Fallbeispiel 2
eKasten
Fallbeispiel 2
Übersicht über die Studienlage zu Phosphatidylethanol
eTabelle
Übersicht über die Studienlage zu Phosphatidylethanol
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    xiao jun
    am Samstag, 12. Mai 2018, 20:32

    Genetische Transferrin-Varianten

    Vielen Dank für die gute Übersicht und die praxisnahe Darstellung.
    Lediglich der Hinweis, genetische Transferrin-Varianten seien "selten", sollte so nicht stehen bleiben. Aus den Daten meiner labormedizinischen Tätigkeit ergibt sich eine Häufigkeit, je nach Datensatz, von 2 - 8%. Dies ist aus meiner Sicht nicht mehr selten. Bei der Tragweite, die ein falsch positives Ergebnis hat, sollten für die CDT-Analytik nur Methoden verwendet werden, die eine Erkennung einer genetischen Variante ermöglichen. Die sind dier Hochdruck-Flüssigchromatografie (HPLC) oder die Kapillarzonenelektrophorese (CZE).

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