ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2018Pädiatrie: Höchstmaß an Gesundheit
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Frau Dr. Weyersberg weist dankenswerter Weise sehr zutreffend auf die Probleme der Öko­nomi­sierung in der besonders personalintensiven und vorhalte lastigen Kinderheilkunde hin. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) unterstützt die Ausführungen nachdrücklich. Es erscheint uns aber wichtig, darauf hinzuweisen, dass Kinderheilkunde nicht nur konservativ, sondern auch operativ erfolgt und dass die strukturelle und personelle Basis kinderchirurgischer Einrichtungen denen der konservativen Kinderheilkunde noch deutlich nachhinkt. Und das, obwohl alle aufgeführten ökonomischen Implikationen hier ebenso vorhanden sind und die Behandlung chirurgisch kranker Kinder in Abteilungen, die nicht kinderspezifisch ausgerichtet sind, sogar vielerorts zum Alltag gehört. Auch chirurgisch zu korrigierende angeborene Fehlbildungen haben heute eine deutlich bessere Prognose, führen aber entsprechend zu langjähriger Betreuung und bedürfen entsprechender Ressourcen bis hin zur begleiteten Transition. Und gerade in der Kinderchirurgie ist die Notfallmedizin ein quantitativ und qualitativ wichtiger Komplex. Das Recht auf das „erreichbare Höchstmaß an Gesundheit“ haben auch chirurgisch kranke Kinder. Die Fachgesellschaften der Kindermedizin sprechen zunehmend von „konservativer und operativer Kinderheilkunde“, um alle medizinischen Bedürfnisse der Kinder abzubilden. Dieser Schulterschluss ist bei den ökonomischen Betrachtungen in besonderer Weise notwendig. ... Kinder sind unsere Zukunft – auch die, die ein chirurgisches Problem haben.

Prof. Dr. med. Peter Paul Schmittenbecher,
76133 Karlsruhe

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