ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2018PSA-Screening: Ausweg aus dem Dilemma
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Den Autoren des Artikels möchte ich danken für den Hinweis auf die geringe Spezifität des PSA, da PSA-Erhöhungen sowohl bei Prostatakarzinomen, benigner Prostatahyperplasie und/oder Prostatitis vorkommen.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die multiparametrische MRT der Prostata. Nur wenn sich in der MRT ein karzinomverdächtiger Herd (PI-RADS 4 + 5) findet, ergibt sich eine Indikation zur idealerweise (zur Vermeidung einer iatrogenen Prostatitis) transperinealen Biopsie. Dass diese Vorgehensweise kosteneffektiv ist gegenüber einer Standard-Biopsie aller Männer mit einem PSA oberhalb eines Grenzwertes, konnten Pahwa et al. 2017 zeigen (https://doi.org/10.1148/radiol.2017162181).

Im Übrigen sei bemerkt, dass die (nicht zu Unrecht) kritisierte relative Risikoreduktion von 25 Prozent beim PSA-Screening in gleicher Weise beim Mammographie-Screening vorliegt und hier als Rechtfertigung für das bundesweit eingeführte Mammographie-Screening herangezogen wird.

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Dr. med. Sven Rachor, 63456 Hanau

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