ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Die Folgen einer „harmlosen“ Schwellung an der Stirn

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Die Folgen einer „harmlosen“ Schwellung an der Stirn

The consequences of a harmless frontal swelling

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(19): 344; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0344

Kupilas, Florian J.; Kleinheinz, Johannes

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a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation
a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation
Abbildung
a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation

Vorgestellt wurde ein 31-jähriger Patient ohne Grunderkrankungen bei gutem Allgemeinzustand. Als Leitsymptom wies der Patient eine progrediente, schmerzlose Schwellung im Bereich der Regio frontalis auf, die den Patienten aus ästhetischen Gründen störte und seit circa neun Monaten bestand. Die ursprüngliche Raumforderung hatte eine Größe von etwa 2 × 1 cm. Die Erstvorstellung in der Klinik erfolgte nach Exzisionsbiopsie (non in sano) alio loco. Die histopathologische Nachuntersuchung ergab ein Dermatofibrosarkoma protuberans der Gesichtshaut. Im Rahmen der operativen Entfernung waren multiple Nachresektionen bis hin zur R0-Resektion notwendig. Es entstand ein handtellergroßer Resektionsdefekt im Bereich der Regio frontalis. Aufgrund der ausgedehnten Defektgröße wurde eine Versorgung mittels sekundärer Wundheilung in Kombination mit einem gemeshten Spalthauttransplantat gewählt, die zu einem adäquaten plastisch-ästhetischen Ergebnis führte. Diese Kasuistik veranschaulicht die Bedeutung der differenzialdiagnostischen Abklärung bei auch scheinbar harmlosen ästhetischen Makeln.

Dr. med. univ. Dr. med. dent. Florian J. Kupilas, M.Sc., D.A.L.M., Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Johannes Kleinheinz, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Münster, kupilas@uni-muenster.de

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Kupilas FJ, Kleinheinz J: The consequences of a harmless frontal swelling. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 344.
DOI: 10.3238/arztebl.2018.0344

►The English version of this article is available online: www.aerzteblatt-international.de

a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation
a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation
Abbildung
a) Darstellung des Ausgangsbefundes nach Exzisionsbiopsie alio loco (non in sano); b) Zustand nach viermaliger Nachresektion des Dermatofibrosarkoma protuberans im Bereich der Regio frontalis mit sekundärer Granulation
  • Zentrifugale Operation
    Dtsch Arztebl Int 2018; 115(35-36): 598; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0598a
    Gaiser, Maria; Utikal, Jochen
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2018; 115(35-36): 598; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0598b
    Kupilas, Florian J.; Kleinheinz, Johannes

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