ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2018Psychotherapeuten: Wohlbefinden steigt mit Berufserfahrung

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Psychotherapeuten: Wohlbefinden steigt mit Berufserfahrung

PP 17, Ausgabe Mai 2018, Seite 233

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Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für das Berufsleben von Psychologen und Psychotherapeuten. Zu dieser Feststellung gelangten amerikanische Psychologen nach der Auswertung von zwei Befragungen, an denen 3 000 klinische Psychologen und Psychotherapeuten teilgenommen hatten. Die Autoren teilten die Befragten in drei Gruppen ein: frühes Karrierestadium (bis zu sieben Jahre im Beruf, jünger als 45 Jahre), mittleres Karrierestadium (zwischen acht und 20 Jahre berufstätig, jünger als 65 Jahre) und spätes Karrierestadium (mehr als 20 Jahre im Beruf und älter als 65 Jahre).

Psychologen kämpfen in den ersten Berufsjahren gleich an mehreren Fronten: Verwaltungs- und Büroarbeiten nehmen viel Zeit in Anspruch. Viele sind nicht besonders zufrieden mit ihrer Position. Zudem haben sie kaum Zeit, sich fortzubilden oder sich um einen Ausgleich im Privatleben zu kümmern. Hinzu kommen Gefühle von Überforderung und geringer Leistungsfähigkeit, Stress und Erschöpfungszustände. Nach Meinung der Autoren ist die Situation junger Psychotherapeuten prekär und alarmierend, da sie das berufliche Wohlbefinden verringert und Burn-out begünstigt. In den folgenden Jahren entspannt sich die Situation ein wenig, da sie routinierter und erfahrener werden. Am wohlsten fühlten sich die älteren Befragten: Sie beklagten sich kaum über Stress, Überforderung oder gesundheitliche Beeinträchtigungen, waren zufrieden mit ihrem Berufsleben und hatten genügend Zeit für Fortbildungen und Selbstfürsorge. ms

Dorociak D, Rupert P, Zahniser E: Work life, well-being, and self-care across the professional lifespan of psychologists. Professional Psychology 2017; 48 (6): 429–437.

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