ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Suchthilfe: Lage von Kindern psychisch Kranker soll verbessert werden

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Suchthilfe: Lage von Kindern psychisch Kranker soll verbessert werden

dpa

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Depressionen oder eine Alkoholsucht der Mutter oder des Vaters sind heute noch ein Tabu – häufig verschweigen die Kinder aus Scham die Probleme zu Hause. Foto: altanaka/stock.adobe.com
Depressionen oder eine Alkoholsucht der Mutter oder des Vaters sind heute noch ein Tabu – häufig verschweigen die Kinder aus Scham die Probleme zu Hause. Foto: altanaka/stock.adobe.com

Die Bundesregierung will Kinder mit psychisch oder alkoholkranken Eltern künftig besser unterstützen. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe erarbeite derzeit Vorschläge für ein flächendeckendes Hilfssystem, wie das federführende Bundesfamilienministerium mitteilte. Der Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Verbesserung der Situation der drei bis vier Millionen oft stark belasteten Betroffenen werde dem Bundestag voraussichtlich im Frühjahr 2019 zugeleitet. Die Expertenarbeitsgruppe unter Beteiligung des Bundesgesundheits- und Bundesarbeitsministerium sowie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung war durch einen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Grünen im Juni 2017 auf den Weg gebracht worden. Hilfsprogramme für minderjährige Angehörige von Drogen- und psychisch Kranken sind derzeit rar. Dabei wachsen allein etwa 2,6 Millionen Mädchen und Jungen in suchtbelasteten Familien auf. Sie haben ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko, später selbst zu erkranken. dpa

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