ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Arzt und Ethos: Wandel als Herausforderung

THEMEN DER ZEIT

Arzt und Ethos: Wandel als Herausforderung

Dtsch Arztebl 2018; 115(19): A-922

Montgomery, Frank Ulrich; Jütte, Robert

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Digitale Revolution, Alterung der Gesellschaft, Öko­nomi­sierung des Gesundheitswesens und wissenschaftlicher Fortschritt bleiben nicht ohne Einfluss auf ärztliches Denken und Handeln. Wird es Zeit für eine neue Standortbestimmung des ärztlichen Ethos? Was bewegt Ethik in heutiger Zeit?

Ethische Fragen erfordern Antworten dieser Gesellschaft zur Absicherung ärztlichen Handelns im Alltag. Die DÄ-Reihe „Arzt und Ethos“ thematisiert den Einfluss traditioneller Betrachtungen wie die des hier dargestellten Philosophen Aristoteles, benennt aber vor allem die aktuellen Herausforderungen medizinischer Ethik. Foto: MidoSemsem/stock.adobe.com
Ethische Fragen erfordern Antworten dieser Gesellschaft zur Absicherung ärztlichen Handelns im Alltag. Die DÄ-Reihe „Arzt und Ethos“ thematisiert den Einfluss traditioneller Betrachtungen wie die des hier dargestellten Philosophen Aristoteles, benennt aber vor allem die aktuellen Herausforderungen medizinischer Ethik. Foto: MidoSemsem/stock.adobe.com

Der Weltärztebund hat im Oktober 2017 eine Neufassung des Genfer Gelöbnisses verabschiedet. Sie ist auch eine Reaktion auf Veränderungen des Arztberufs durch medizinischen Fortschritt, zunehmende Öko­nomi­sierung des Gesundheitswesens und eine rasante Entwicklung der Informations- und Computertechnologien. Es sind grundlegende Veränderungen, die die Diskussionen – auch auf dem 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt im Mai dieses Jahres – mit beeinflussen.

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Antworten für ärztlichen Alltag

Ärztliche Ethik ist, wie es der Kölner Medizinhistoriker Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Bergdolt in seinem in dieser Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes als Auftakt zu einer Reihe dienenden Beitrag (siehe Seiten 924 – 927) darstellt, „eine praktische Handlungswissenschaft“. Ethik war und wird aber nie Handlungshilfe im Sinne von konkreten Handlungsleitlinien sein können. Gerade wegen der immer wieder zutreffenden „Einmaligkeit“ des jeweiligen Falles kann sie allenfalls Orientierungshilfe zur geistigen und moralischen Standortbestimmung des Arztes im komplexen Beziehungsgeflecht von Gesellschaft, Wissenschaftlichkeit, Fortschritt und dem erforderlichen Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt sein.

Die immer wieder entflammenden Debatten um Themen wie Sterbehilfe, Pränataldiagnostik, Datenschutz, Organspende, Gentherapie, Patientenautonomie und anderes mehr sind dabei alles andere als ein Produkt aus dem intellektuellen Elfenbeinturm. Viele drängende Fragen erfordern klare, verantwortliche Antworten dieser Gesellschaft zur Absicherung ärztlichen Handelns im Alltag in Form einer gesellschaftlichen Übereinkunft, die dem Arzt wie seinem Patienten größtmögliche Freiheit, aber auch Sicherheit und bestmögliche Behandlung bietet.

Ziel muss es sein, eine Plattform für vertrauliche Interaktion zu schaffen, in der nach wie vor anerkannte Grundprinzipien ärztlichen Handelns zum Wohle des Patienten möglich bleiben oder – je nach Sachlage neuer Phänomene und Erkenntnisse – werden.

Ärztliches Ethos provoziert auf Basis medizinisch-wissenschaftlicher, gesellschaftlicher, aber auch technologischer Veränderungen aktuelle Fragen, auf die Mediziner im Alltag Antworten brauchen. Das erfordert angesichts jahrtausendealter Reflexion ärztlichen Tuns keine neuen Grundsatzfragen. Umso mehr aber brauchen wir fundierte Antworten zum Umgang mit neuen Entwicklungen und die Herstellung eines gesellschaftlichen Konsenses, den die politisch Handelnden in die Wege leiten müssen.

Das Deutsche Ärzteblatt wird – nach einer auf breite Resonanz gestoßenen Folge von Essays zur Öko­nomi­sierung in der Medizin – Deutschlands Ärztinnen und Ärzten eine Beitragsreihe zu aktuellen Fragen des ärztlichen Ethos in der heutigen Zeit bieten.

Geplant ist eine Folge von Veröffentlichungen, in denen ausgesuchte Fachleute die Grundlagen historischer Entwicklung, aber auch neuere Standpunkte zu Fragen ethisch-ärztlichen Handelns mit Blick auf unterschiedliche Themen aufgreifen und ihre Expertise den praktizierenden Medizinern unserer Leserschaft verständlich darstellen.

Gesellschaftliche Standpunkte

Die Themenwahl reicht von – nach wie vor gültigen – Prämissen und ihren jeweiligen durch gesellschaftlichen Wandel erfolgten Neuinterpretationen über den Versuch einer Einordnung von Themen, die die tägliche ärztliche Arbeit beeinflussen. Das Spektrum umfasst Auswirkungen neuer medizinischer Methoden (Gentechnik, Pränataldiagnostik), die Definition von Lebensqualität im ärztlichen Handlungsumfeld, medizinische Priorisierung, aber auch das Arzt-Patienten-Verhältnis in Zeiten des „Informed Consent“ oder einer digitalisierten Wissensgesellschaft.

Diese Reihe soll einen Beitrag für eine profunde Diskussion zur Beantwortung wichtiger Standpunkte unserer Gesellschaft zum künftigen Umgang von Arzt und Patient in einem sich schnell verändernden Gesundheitswesen liefern.

Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery,

Prof. Dr. phil. Robert Jütte

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Avatar #737969
Dr. Peter Gorenflos
am Samstag, 19. Mai 2018, 09:30

Apropos Ethik, Integrität und Digitalisierung der Öffentlichkeit

Auch bei Portalen muss die Bundesärztekammer durch Klage bei der Wettbewerbsbehörde der Rechtsstaatlichkeit zum Durchbruch verhelfen:
Das Echtheits-Postulat der Bewertungen durch Jameda und seine CEO Kathrin Kirchler ist eine gezielte Desinformation. Wie „gefaket“ diese Bewertungen sind, beweist eine WDR Sendung vom 8.11.2017 und eine RBB Sendung vom 7.5. diesen Jahres. Beliebige Passanten einer Einkaufsstraße in Köln und Berlin haben Ärzte bewertet, die sie gar nicht kannten, und diese Bewertungen sind im Profil der Ärzte tatsächlich veröffentlicht worden.
Wenn Jameda die Echtheit ernst meinen würde, dann würde man bei jeder Bewertung einen Behandlungs-Nachweis verlangen. Das ist ganz einfach: man legt der Bewertung ein Smartphone-Foto von einem Rezept, einer Krankschreibung oder einer Überweisung bei und bei Nachfrage des betroffenen Arztes/Zahnarztes leitet man es anonymisiert an diesen weiter. Bewertungsfabriken sind nur die Spitze des Eisberges und wenn Jameda gegen diese vorgeht, macht man sich nur vom Bock zum Gärtner. Denn der ZEIT-Artikel vom 18.1.2018 legt nahe, dass nicht nur die Bewertungsdurchschnitte von Jameda manipuliert werden, er legt auch nahe, dass zahlende Kunden selbst für zahlreiche Positiv-Bewertungen sorgen. Das merkt man u.a. auch an der Einförmigkeit, der Standardisierung der Texte. Jameda kann also kein Interesse an der Echtheit der Bewertungen haben. Das wäre nicht im Interesse seiner Kunden, die ihren Ruf aufpolieren (lassen), nicht im wirtschaftlichen Interesse des Portals, dass von seinen Kunden lebt. Natürlich können das auch zwangsrekrutierte Kollegen im Portal tun und sei es aus Notwehr. Aber die Anzahl der schlechten Bewertungen - darin liegt der eigentliche Schlüssel der Bewertungsdurchschnitts-Manipulation – verringern sie nur signifikant, wenn sie „Schutzgeld“ bezahlen, wie das die Rechtsanwältin von Astrid Eichhorn formulierte. Es hilft alles nichts: Bewertungsportale und Werbeportale müssen getrennt werden. Andernfalls kommt das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) zur Geltung, wie das der ehemalige Vorsitzende des Bundesgerichtshofes, Wolfgang Büscher, in seinem wegweisenden Artikel „Soziale Medien, Bewertungsplattformen & Co“ (Kapitel 3, S. 8 ff, GRUR Prax, 2017) formuliert. Wenn sich Jameda daran nicht hält und statt dessen Patienten täuscht und Kollegen korrumpiert, dann muss Jameda zerschlagen werden.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 11. Mai 2018, 18:33

Weltärztebund brüskiert mit Neufassung des Genfer Arzt-Gelöbnis

Neue berufsethische Akzente im Genfer Arzt-Gelöbnis entfernen sich immer mehr vom praktischen Alltag der Ärztinnen und Ärzte bzw. helfen bei Entscheidungs-Prozessen und -Findungen nicht weiter. Unsere Kranken- und Krankheits-zentrierten Professionen werden aus sozioökonomischen und ideologischen Gründen entwertet zu Gunsten sozialwissenschaftlich begründeter "Health Literacy", einem populärwissenschaflichen Gesundheits-"Hype" und eines Medizisch-Industriellen Komplexes mit entsprechenden Kapital-Verwertungsinteressen.

Mit "THE HEALTH AND WELL-BEING OF MY PATIENT" rückt eine Fehlentwicklung bisheriger Arztgelöbnisse zusätzlich in den Focus: Die Verleugnung von Krankheit, chronischen Leiden, Teilhabeverlust, Siechtum, Tod.

Wir Ärztinnen und Ärzte sind mitnichten für weltumspannende Gesundheit und bio-psycho-soziales Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten ausgebildet, trainiert und qualifiziert.

Der ausschließliche Gesundheitsaspekt negiert unsere Kernkompetenzen innerhalb der verschiedenen medizinischen Professionen. Ärztinnen und Ärzten sind gemeinsam mit den uns anvertrauten Patienten/-innen in Klinik, Forschung & Entwicklung, Praxis, Krankheitsbewältigung, Krankenversorgung, Krankenhauskonzernen, MVZ, medizinisch-technischen und medizinisch-pharmazeutischen Industriekomplexen, aber auch in der sogenannten Gesundheitsbürokratie in erster Linie mit den Auslösern, Ursachen und klinischen Manifestationen von Krankheiten bzw. Krank-Sein unserer Patienten involviert.

Unser "Kerngeschäft" mit zum Teil detektivischen Anamnesen, Untersuchungen, Differenzial-Diagnosen, Beratungen, multidimensionalen Therapien, Palliation, privat- und vertragsärztlichen Praxen, Krankenhäusern und Universitätskliniken wurde und wird von allen Vertretern der alleinigen Aspekte „Gesundheit“ und „Gesundbeten“ m.E. falsch eingeschätzt.

Das DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) beschreibt einige zehntausend Krankheitsentitäten nach der Internationalen ICD-10-GM-Nomenklatur: Nach dem aktuellen ICD-Diagnosen-Thesaurus
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/index.htm
und
http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/downloadcenter/icd-10-gm/version2018/aktualisierung/x1gap2018.zip
werden über 32.00 näher bezeichnet. Die aktuelle Version der ICD-10 GM 2017 listet in seiner Systematik ca. 13.400 endständige Codes auf und verfügt in seinem ICD-10 Alphabet über ca. 76.900 Einträge in der EDV-Fassung.

Die aktualisierte, erweiterte Fassung des Arztgelöbnisses:
"The Physician’s Pledge
AS A MEMBER OF THE MEDICAL PROFESSION:
I SOLEMNLY PLEDGE to dedicate my life to the service of humanity;
THE HEALTH AND WELL-BEING OF MY PATIENT will be my first consideration;
I WILL RESPECT the autonomy and dignity of my patient;
I WILL MAINTAIN the utmost respect for human life;
I WILL NOT PERMIT considerations of age, disease or disability, creed, ethnic origin, gender, nationality, political affiliation, race, sexual orientation, social standing or any other factor to intervene between my duty and my patient;
I WILL RESPECT the secrets that are confided in me, even after the patient has died;
I WILL PRACTISE my profession with conscience and dignity and in accordance with good medical practice;
I WILL FOSTER the honour and noble traditions of the medical profession;
I WILL GIVE to my teachers, colleagues, and students the respect and gratitude that is their due;
I WILL SHARE my medical knowledge for the benefit of the patient and the advancement of healthcare;
I WILL ATTEND TO my own health, well-being, and abilities in order to provide care of the highest standard;
I WILL NOT USE my medical knowledge to violate human rights and civil liberties, even under threat;
I MAKE THESE PROMISES solemnly, freely and upon my honour"
verleugnet Krankheiten und überhöht irreführend "Gesundheiten"!

Unsere Kernkompetenzen sind die Zehntausenden von Krankheitsentitäten, die ambulanten/stationären Pharmako- und Physiotherapien, Heilbehandlung, Operationen, Injektionen/Infusionen, Rehabilitationen , Minimalinterventionen oder Hybrid-OPs: Bei Herz- und Hirn-Infarkten, ACS, Herzfehlern, Aneurysma, Miss- und Fehlbildungen, Lungenembolien, akutem Abdomen, eingeklemmten Hernien, KHK, systolischen/diastolischen/pulmonalen Hypertonien, Hyperlipidämien, PAVK, Mesenterialinfarkten, Tumorkrankheiten, Kachexie und Marasmus, zerebralen Krampfanfällen, Gallenstein- und Nierensteinkoliken, entgleisten Typ-1 und 2-Diabetes Krankheiten und Komplikationen, Addison-Krisen, anderen endokrinen Störungen, Nierenversagen, dekompensierter Herzinsuffizienz, Infektionen mit Viren/Bakterien/Pilzen/Parasiten/Prionen, nichtübertragbaren chronisch progredienten Systemkrankheiten oder chronischen Schmerzen, um nur Einiges zu nennen.

Medizinische Wissenschafts- und Erkenntnistheorie entwickelt sich weiter zu Bewältigungsstrategien von Krankheit, nicht von Gesundheit. Da hilft auch eine wie auch immer geartete "Health Literacy" unseren Patienten/-innen nicht weiter. Zumal sich medizinische Erkenntnisse in Anamnese, Untersuchung, Differenzialdiagnostik, Labor, Apparate-Medizin, Psychosomatik, mehrdimensionaler Therapie, Schmerzlinderung, Palliation und Sterbebegleitung permanent fortentwickeln, verändern, in Frage stellen oder revidieren lassen müssen.

Trotzdem wird in Medien, Politik und Öffentlichkeit insbesondere von Medizinbildungs- und Versorgungs-fernen Schichten in Wissenschaft und Praxis immer so getan, als ob Patienten selbst alleine wesentlich klüger und allwissender sein müssten bzw. könnten, als ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Ein einheitlich zuverlässig beurteilbares Laien- und Expertenwissen kann es aber, wie in allen anderen Wissenschaftsdisziplinen auch, schon gar nicht in der Humanmedizin mit ihrer ständig wechselnden "conditio humana" geben.

Digitale Revolution, Alterung der Gesellschaft, Öko­nomi­sierung des Gesundheitswesens und wissenschaftlicher Fortschritt bleiben nicht ohne Einfluss auf ärztliches Denken, Fühlen, Wollen und Handeln. Doch eine neue Standortbestimmung der professionellen ärztlichen Ethik als praktische Handlungswissenschaft sollte nicht nur wirtschafts- und sozialwissenschaftliche, sondern auch Medizin-spezifische Antworten für unseren ärztlichen Berufs-Alltag geben. Nur dann stehen bio-psycho-soziale Kranke, Leidende, Verletzte und Verwundete im Zentrum unserer Profession und nicht für viele ebenso abstrakte wie unerreichbare "Gesundheitsziele".

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

http://news.doccheck.com/de/blog/post/2591-kranke-gesundheit-gesunde-krankheit/
Avatar #738234
Günther Binnewies
am Freitag, 11. Mai 2018, 12:34

Der „gesellschaftliche“ Diskurs

Die Auseinandersetzung oder die Beschäftigung mit dem Tode ist nicht gerade Mainstream – nur sehr viel menschenverachtender – nämlich Stillschweigen!
Wer will denn wo bestattet werden? Damit setzte sich Zippert zappt in Der Welt am 11.05.2018 auseinander:
– digitalisieren und in der Cloud im Internet beisetzen.
– Eine analoge Bestattung ermöglicht aber eine ordnungsgemäße Wiederauferstehung,
– oder man entschließt sich für eine kostengünstige Wiedergeburt.

„… Ethik war und wird aber nie Handlungshilfe im Sinne von konkreten Handlungsleitlinien sein können. … Viele drängende Fragen erfordern klare, verantwortliche Antworten dieser Gesellschaft zur Absicherung ärztlichen Handelns im Alltag in Form einer gesellschaftlichen Übereinkunft, die dem Arzt wie seinem Patienten größtmögliche Freiheit, aber auch Sicherheit und bestmögliche Behandlung bietet. … Mediziner im Alltag Antworten brauchen. …“
Hiermit wird die Verantwortung nur immer wieder auf die Gesellschaft abgeladen.
Die Gesellschaft – als Laie im medizinischen Alltag – soll bestimmen, wie sie denn medizinisch, pharmakologisch („mit oder ohne Nebenwirkungen“), technologisch, ethisch als Mensch, als Mensch/Maschine, als digitales Wesen („mit digitaler Gesundheit“) be-handelt werden will. Der „Hirntod“ wird von der Medizin als post mortal dargestellt – was eine glatte Lüge darstellt! Unter solchen Umständen ist die Verantwortung, von welcher Seite auch immer, von vornherein undiskutabel!
Immer bleibt es nämlich an der Eigenverantwortung des Patienten hängen, das ist schon gesetzlich so verankert: § 1 Sozialgesetzbuch V.
In sofern ist die Widerspruchslösung nur die logische Schlussfolgerung der Medizin an die Gesellschaft.
Bei dem fehlenden Menschenbild wird auch nichts anderes herauskommen.
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