ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Fehlernährung: Mehr als 2 000 Ärzte unterschreiben Petition

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Fehlernährung: Mehr als 2 000 Ärzte unterschreiben Petition

Gießelmann, Kathrin

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Den offenen Brief für mehr Engagement gegen Fehlernährung von Kindern unterzeichneten mehr als 1 300 Kinder- und Jugendärzte, 222 Diabetologen und 58 Professoren der Medizin. Foto: sharafmaksumov/stock.adobe.com
Den offenen Brief für mehr Engagement gegen Fehlernährung von Kindern unterzeichneten mehr als 1 300 Kinder- und Jugendärzte, 222 Diabetologen und 58 Professoren der Medizin. Foto: sharafmaksumov/stock.adobe.com

Mehr als 2 000 Ärzte fordern von der Bundesregierung wirksame Maßnahmen gegen Fehlernährung. Verhaltensprävention als Einzelstrategie reiche nicht aus, verkündete ein Bündnis aus 15 Ärzteverbänden, Fachorganisationen und Kassen. Sie verlangen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den zuständigen Ministern ein Gesamtkonzept gegen Fehlernährung. „In Sachen Prävention ist Deutschland ein Entwicklungsland“, sagte Dr. med. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Während zahlreiche andere Staaten in Europa die Lebensmittelwirtschaft in die Pflicht nähmen, setze die Bundesregierung weiter auf freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie. Zu den vier zentralen Bausteinen des geforderten Gesamtkonzepts zählen eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung in Form einer Nährwertampel, Beschränkungen der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung, verbindliche Standards für die Schul- und Kitaverpflegung sowie steuerliche Anreize für die Lebensmittelindustrie, gesündere Rezepturen zu entwickeln – etwa durch eine Sonderabgabe auf gesüßte Getränke. gie

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