ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Antibiotika: Robert Koch-Institut mahnt zur restriktiven Abgabe

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Antibiotika: Robert Koch-Institut mahnt zur restriktiven Abgabe

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Antibiotikaverordnungen sollten gut durchdacht werden, rät das Robert Koch-Institut. Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com
Antibiotikaverordnungen sollten gut durchdacht werden, rät das Robert Koch-Institut. Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine restriktive Antibiotikaabgabe angemahnt. „Die wichtigsten Grundsätze zur Eindämmung von Resistenzen liegen auf der Hand: Infektionen vermeiden und Antibiotika nur dann einsetzen, wenn es notwendig und sinnvoll ist“, sagte RKI-Präsident Prof. Dr. med. vet. Lothar H. Wieler anlässlich der Veröffentlichung einer Schwerpunktausgabe des Bundesgesundheitsblatts zum Thema Antibiotikaresistenzen. Die Maiausgabe enthält zwölf Beiträge und bietet einen Überblick über Herausforderungen und komplexe Lösungswege zur Verringerung der Resistenzproblematik. Es gebe eine wachsende Zahl von Belegen, dass Umweltbakterien gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent seien und dieses Umweltreservoir antimikrobieller Resistenz weiter wachse, heißt es in der Ausgabe etwa von Autoren des Umweltbundesamts. Um Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verringern, müssen sich der Ausgabe zufolge Experten vernetzen. Darüber hinaus müssten Ärzte und Apotheker geschult sowie Antibiotic-Stewardship-Teams in Kliniken etabliert werden, die den rationalen Einsatz von Antibiotika fördern. Auch die Einbindung mikrobiologischer Expertise ist demnach erforderlich, um Antibiotika gezielt zu verordnen. kna

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