ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Digitalisierung in Praxen: KBV startet Anfang Mai bundesweite Befragung

MANAGEMENT

Digitalisierung in Praxen: KBV startet Anfang Mai bundesweite Befragung

Dtsch Arztebl 2018; 115(19): A-944 / B-796 / C-796

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Mit einer Befragung möchte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ermitteln, welche elektronischen Angebote die rund 165 000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten bereits nutzen und welche Rolle diese im Arbeitsalltag spielen. Für dieses „PraxisBarometer Digitalisierung“, schreibt das IGES-Institut rund 6 000 Ärzte und Psychotherapeuten an.

Die Befragungsergebnisse sollen dabei helfen, eine sinnvolle Digitalisierung in der ambulanten Versorgung voranzubringen. Foto: Drutu/stock.adobe.com
Die Befragungsergebnisse sollen dabei helfen, eine sinnvolle Digitalisierung in der ambulanten Versorgung voranzubringen. Foto: Drutu/stock.adobe.com

Neben der Frage nach der digitalen Nutzung widmen sich einige Fragen der Kommunikation mit anderen Ärzten und Psychotherapeuten, Patienten, Krankenhäusern, KVen sowie den Krankenkassen und Behörden. Darüber hinaus sollen sich Ärzte und Psychotherapeuten dazu äußern, welche Chancen und Risiken sie bei der digitalen Entwicklung sehen. Zudem werden sie nach Einsatzbereichen gefragt, in denen eine Digitalisierung aus ihrer Sicht sinnvoll ist.

Anzeige

„Es gibt bisher kaum fundierte Daten dazu, wie digital die Praxen bereits sind, wo es noch klemmt und was sich die Mitglieder vielleicht wünschen“, erläutert KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Die Befragungsergebnisse sollen dabei helfen, die Arbeit der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) genauer auf die Bedürfnisse der Praxen auszurichten, um so eine sinnvolle Digitalisierung in der ambulanten Versorgung voranzubringen. „Mit dem PraxisBarometer Digitalisierung geben wir den Ärzten und Psychotherapeuten die Chance, bei der konkreten Ausgestaltung der Digitalisierung mitzubestimmen“, betont Kriedel. 

Die teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten können den Fragebogen bis Mitte Juni online ausfüllen – es ist daneben auch möglich, ihn in Papierform anzufordern und zu beantworten. Die Beantwortung der Fragen dauert rund 15 Minuten.

„Alle Daten werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Mit den Ergebnissen ist im Herbst zu rechnen“, heißt es aus der KBV.

Das „PraxisBarometer Digitalisierung“ 2018 ist die erste Befragung dieser Art in der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Versorgung. Die KBV kündigte an, sie in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um so die Entwicklung der Digitalisierung in den Praxen abzubilden. hil

www.kbv.de/html/praxisbarometer.php

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema