ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018PARACELSUS-MEDAILLE 2018: Vorbildliche ärztliche Haltung

PARACELSUS-MEDAILLE

PARACELSUS-MEDAILLE 2018: Vorbildliche ärztliche Haltung

Dtsch Arztebl 2018; 115(19): A-948 / B-798 / C-798

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Beim 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt sind drei verdiente Persönlichkeiten mit der höchsten Auszeichnung der Ärzteschaft geehrt worden.

Vorder- und Rückseite der Paracelsus- Medaille
Vorder- und Rückseite der Paracelsus- Medaille

Der Arztberuf ist ein besonderer Beruf, denn er befasst sich mit einem für den Menschen existenziellen Gut – der Gesundheit. Dieser Ansicht war auch der Arzt und Gelehrte Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493–1541). Für ihn stand fest: Dem ärztlichen Handeln liegt eine besondere Motivation zugrunde. „Der höchste Grund ist die Liebe.“ So wird er auf der nach ihm benannten Paracelsus-Medaille zitiert.

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Diese höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft wurde erstmals auf dem 56. Deutschen Ärztetag 1952 in Berlin vergeben. Damals erhielt unter anderem der prominente Arzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer die Ehrung. Mit der Auszeichnung würdigt die Bundes­ärzte­kammer Ärztinnen und Ärzte, die sich besondere Verdienste um das Gesundheitswesen, die Patientenversorgung, die ärztliche Selbstverwaltung sowie das Gemeinwohl erworben haben.

Dass die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft ausgerechnet nach Paracelsus benannt wurde, ist kein Zufall. Denn er war ein herausragender Gelehrter. Sein Wirken gilt als umfassend, er hat viele Aufzeichnungen über astrologische, philosophische und theologische Themen hinterlassen. Seine eigentliche Bedeutung liegt aber auf dem Gebiet der Medizin. Paracelsus vertrat eine neue Sichtweise der ärztlichen Heilkunde: weg vom Allgemeinen, von der Idee und von der Büchergelehrtheit hin zum Konkreten, zum Patienten. Er vertraute auf den Tatsachenbefund, nicht auf abstrakte Lehren von Autoritäten.

Im Rahmen des 121. Deutschen Ärztetages in Erfurt zeichnete Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages, drei verdiente Ärzte mit der Paracelsus-Medaille aus. Auf den folgenden Seiten befinden sich Porträts der ausgezeichneten Ärzte. Es handelt sich um Kurzfassungen der Laudationes, die anlässlich der Verleihung erstellt wurden.

Die ausführlichen Laudationes
im Internet:
www.aerzteblatt.de/paracelsus-medaille

Träger der Paracelsus-Medaille 2018

Foto: privat
Foto: privat

Margita Bert (78), ehemalige Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, war die treibende Kraft eines umfassenden Reform- und Modernisierungsprozesses in ihrer KV und hatte dabei stets den Ausgleich der Interessen bei den spezifischen haus- und fachärztlichen Anliegen im Fokus.

Foto: privat
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Hans Georg Borst (90), ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Departments Chirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, zählt zu den Wegbereitern der modernen Herzchirurgie in Deutschland, ein national und international anerkannter Meister seines Fachs.

Foto: privat
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Felix Zintl (77), ehemaliger Direktor der Universitätskinderklinik Jena, trug entscheidend zur Erforschung und Entwicklung von Therapieverfahren zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen im Kindesalter bei – zunächst in der DDR, später in der Bundesrepublik.

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