ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2018Verena Bentele: Sozialpolitisches Engagement endet nicht

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Verena Bentele: Sozialpolitisches Engagement endet nicht

Dtsch Arztebl 2018; 115(19): A-941 / B-793 / C-793

Maybaum, Thorsten

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Verena Bentele, Foto: BMAS
Verena Bentele, Foto: BMAS

Vier Jahre lang hat sich Verena Bentele als Behindertenbeauftragte der Bundesregierung um die Belange von Menschen mit Behinderung gekümmert. Nun will sich die 36-jährige ehemalige Leistungssportlerin im Skilanglauf und Biathlon, die zwölf Mal paralympisches Gold gewann, neuen Aufgaben widmen. Sie strebt das Präsidentenamt des Sozialverbands VdK an. Die bisherige Amtsinhaberin Ulrike Mascher tritt Mitte Mai nicht mehr an und hat Bentele als ihre Nachfolgerin empfohlen.

An der neuen Herausforderung reizt die in der Bodenseeregion aufgewachsene Bentele nach eigenen Aussagen die Vielfalt der Themen. „Der Sozialverband VdK ist ein Verband für alle Generationen. Ob Rente, Krankheit, Pflege oder Behinderung: In allen sozialpolitischen Bereichen geht es letztlich darum, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen“, hatte sie Mitte Februar gesagt.

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Bentele, die selbst blind ist und im Januar 2014 von der damaligen Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) ernannt worden war, verlässt also nicht die sozialpolitische Bühne. Im Rückblick kann sie sich zwei Reformen auf die Fahnen schreiben. Mit dem Bundesteilhabegesetz soll behinderten Menschen mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden. Behinderte Menschen mit Assistenzbedarf sollen so mehr Geld ansparen dürfen. Das Bundesgleichstellungsgesetz soll Betroffenen mehr Rechte zusichern, etwa bei der Barrierefreiheit. Etabliert wurde eine Schlichtungsstelle, damit Betroffene ihre Rechte besser durchsetzen können. Thorsten Maybaum

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