ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Arbeitsunfähigkeit: Projekt zur elektronischen Krankmeldung erfolgreich

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Arbeitsunfähigkeit: Projekt zur elektronischen Krankmeldung erfolgreich

Dtsch Arztebl 2018; 115(20-21): A-1025

Krüger-Brand, Heike E.

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Mit der eAU können elektronische Krankmeldungen per Mausklick an die Krankenkasse geschickt werden. Foto: dpa
Mit der eAU können elektronische Krankmeldungen per Mausklick an die Krankenkasse geschickt werden. Foto: dpa

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat ihr Pilotprojekt zur elektronischen Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) ausgedehnt. Die eAU, die die Krankenkasse in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) entwickelt hat, soll Arztpraxen und Versicherte entlasten.

Bereits seit Oktober 2017 können Ärzte in Schleswig-Holstein, die Anwender des Praxisprogramms von MediSoftware sind, per Mausklick eine elektronische Krankmeldung an die TK schicken. Die Krankmeldung wird dabei von der Praxissoftware automatisch mit einer elektronischen Signatur versehen und läuft verschlüsselt über das Datennetz der KVSH und einen Datenserver des Verbands der Ersatzkassen an die TK. Mittlerweile wird dieses Verfahren auch Ärzten in Hamburg ermöglicht.

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Darüber hinaus will auch das Softwarehaus Duria die eAU seinen Anwendern künftig kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Implementierung der eAU als Umsetzung eines weiteren KV-Connect-Dienstes sei abgeschlossen, berichtete Dr. Erich Gehlen, Vorstandsvorsitzender der Duria eG. „Wir testen derzeit gegen eine KV-Connect-Referenzumgebung und werden anschließend in zwei bis drei Praxen einen Echttest durchführen.“

Seit Beginn des Pilotprojekts hat die TK mehr als 18 000 elektronische Krankschreibungen empfangen. Mittlerweile nutzen rund 370 Ärzte in Schleswig-Holstein das Verfahren. „Das digitale Verfahren ist für alle Beteiligten einfacher, schneller und preiswerter“, erklärt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. Die Reaktionen seien durchweg positiv, technische Schwierigkeiten gebe es nicht. „Als nächsten Schritt arbeiten wir bereits an einer Lösung für die elektronische Übermittlung an den Arbeitgeber“, kündigt sie an. KBr

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