ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Darmkrebsfrüherkennung: Zügige Umsetzung des Einladungsverfahrens erwartet

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Darmkrebsfrüherkennung: Zügige Umsetzung des Einladungsverfahrens erwartet

dpa; Maybaum, Thorsten

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An der Darmkrebsvorsorge nehmen zu wenig Versicherte teil. Foto: mauritius images
An der Darmkrebsvorsorge nehmen zu wenig Versicherte teil. Foto: mauritius images

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will erreichen, dass durch Masseneinladungen schnell mehr Männer und Frauen zur Darmkrebsvorsorge bewegt werden. „Im Laufe des Jahres müssen die entsprechenden Entscheidungen auf den Weg gebracht werden“, erklärte der CDU-Politiker anlässlich der Verleihung der Felix Burda Awards zur Darmkrebsfrüherkennung. Spahn sagte, es müsse zügig festgelegt werden, wer wann und unter welchen Bedingungen eine Einladung erhalte. Grund für die mahnenden Worte ist ein Zeitverzug bei der Umsetzung politischer Beschlüsse. 2013 hatte der Bundestag im Krebsfrüherkennungsgesetz unter anderem beschlossen, dass die Krankenkassen zur Darmkrebsvorsorge einladen müssen. Dem Gemeinsamen Bundesausschuss liegt seit Ende 2016 ein Entwurf vor, alle Männer ab 50 Jahren und alle Frauen ab 55 Jahren zu einer von den Kassen bezahlten Darmspiegelung einzuladen. Eine Entscheidung wurde bisher nicht getroffen. Ab 50 beziehungsweise 55 Jahren haben Versicherte derzeit einen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen, die die Krankenkasse bezahlt. Experten beklagen jedoch, dass in Deutschland zu wenig Menschen am Screening teilnehmen. Gezielte Anschreiben sollen dazu animieren. dpa/may

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