ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Hepatitis: IQWiG legt Vorbericht für Screenings vor

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Hepatitis: IQWiG legt Vorbericht für Screenings vor

Dtsch Arztebl 2018; 115(20-21): A-962

Hillienhof, Arne

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Die Vorberichte des IQWiG zu Hepatitis B und C können bis zum 4. Juni kommentiert werden. Foto: tunedin/stock.adobe.com
Die Vorberichte des IQWiG zu Hepatitis B und C können bis zum 4. Juni kommentiert werden. Foto: tunedin/stock.adobe.com

Der mögliche Nutzen, aber auch Schaden eines Screenings der Allgemeinbevölkerung auf Hepatits B ist mangels aussagekräftiger Evidenz unklar. Bei Hepatitis C könnte ein Screening für bestimmte Gruppen sinnvoll sein. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in zwei Vorberichten zum Thema. Bei ihrer systematischen Literaturrecherche hat das Institut keine Studien gefunden, die etwas über den Nutzen oder Schaden eines Hepatitis-B-Screenings aussagen. Für Hepatitis C fanden sie acht randomisierte kontrollierte Studien, in denen die Behandlung in einem Studienarm gegenüber dem anderen um bis zu 16 Wochen vorverlagert wurde. Dieser Zeitabstand ist aber viel kleiner als die zu erwartende Vorverlagerung der Diagnose und Therapie durch ein Screening. „Angesichts des langsamen Verlaufs einer chronischen Hepatitis C lassen sich aus diesen Studien keine Aussagen über den Nutzen eines Screenings ableiten“, so das IQWiG. Bei Hepatitis C ließe sich der größte Effekt vermutlich durch ein gezieltes Screening von Risikogruppen erzielen. Es könne jedoch sein, dass gerade diese Menschen für ein Screening schlecht zu erreichen seien. Daher bleibe offen, wie stark diese Gruppe vom Screening profitieren oder wie stark die Verbreitung von Hepatitis C dadurch zurückgehen würde. hil

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