ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Fachkräftemangel: Zahl ausländischer Pflegekräfte deutlich gestiegen

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Fachkräftemangel: Zahl ausländischer Pflegekräfte deutlich gestiegen

Dtsch Arztebl 2018; 115(20-21): A-964 / B-812 / C-812

afp

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1 300 Pflegekräfte konnte die Bundesagentur für Arbeit bisher über das Programm „Triple Win“ vermitteln. Foto: dpa
1 300 Pflegekräfte konnte die Bundesagentur für Arbeit bisher über das Programm „Triple Win“ vermitteln. Foto: dpa

Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in der Pflege hat die Zahl ausländischer Beschäftigter in der Branche steigen lassen. Binnen vier Jahren wuchs der Anteil von sieben auf elf Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Viele Beschäftigte stammen demnach aus den EU-Ländern Polen, Rumänien und Kroatien. Aktuell sind laut BA in der Kranken- und Altenpflege 1,6 Millionen Menschen sozial­ver­sicherungs­pflichtig beschäftigt – zwölf Prozent mehr als noch vor vier Jahren. Ein Grund für den Zuwachs ist die Alterung der Gesellschaft. „In Deutschland wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften“, erklärte BA-Vorstand Raimund Becker. Die Bundesanstalt versuche deshalb, für eine Ausbildung im Pflegebereich zu werben oder Arbeitslose zu qualifizieren. Doch in der Pflegebranche werde das kaum reichen. „Wir brauchen ausländische Kräfte und wollen diesen Menschen auch dauerhaft eine gute Perspektive bieten“, erklärte Becker. Daher qualifiziert die BA mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Programms „Triple Win“ Pflegefachkräfte aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, den Philippinen und Tunesien für den deutschen Arbeitsmarkt. In diesen Ländern gebe es einen „Überschuss an ausgebildeten Pflegekräften, die keine adäquate Beschäftigung im Herkunftsland finden“, erklärte die BA. afp

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