ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Studie: Wer im Job zufrieden ist, fühlt sich privat wohler

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Studie: Wer im Job zufrieden ist, fühlt sich privat wohler

Dtsch Arztebl 2018; 115(20-21): [4]

SG

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Ein gutes Betriebsklima ist vielen Unternehmen wichtig. Sie wissen: Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, wirkt sich das positiv auf deren Arbeitshaltung aus. Dass es auch einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und persönlichem Wohlbefinden gibt, hat jetzt eine Untersuchung der Hochschule Fresenius herausgefunden. Demnach fühlen sich Menschen, denen ihr Beruf Spaß macht, auch nach dem Feierabend wohler als andere. Dies ist immer dann der Fall, wenn sie einen Sinn in dem sehen, was sie tun und sie ihre Aufgaben für interessant halten.

Foto: Minerva/Studio stock.adobe.com

Für seine Bachelorarbeit im Fachbereich Wirtschaft und Medien befragte Oliver Hasenclever 207 Personen zwischen 18 und 74 Jahren, die mindestens eine berufliche Haupt- oder Nebentätigkeit ausübten, zu ihrem subjektiven Wohlbefinden. Um detailliertere Aussagen treffen zu können, bezog er auch die Variablen Einkommen, Alter, Bildungsniveau und Geschlecht mit ein.

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Den Ergebnissen zufolge spielen auch Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten für das Wohlbefinden eine große Rolle. Darüber hinaus haben das Team und die Unternehmenskultur sowie die Anerkennung vom Vorgesetzten Einfluss darauf, wie wohl sich Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz fühlen. Hingegen brachte der Forscher die Variablen Einkommen und Alter nicht in Verbindung mit dem Wohlbefinden. Auch stellte er kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern fest. Männer und Frauen empfanden demnach ähnlich.

„Es gibt immer noch kein Patentrezept, wie Wohlbefinden für die einzelne Person entsteht“, sagte die Hochschuldozentin und Psychologin Dr. Kathrin Schütz, die die Erhebung betreute. Dabei gehe es um ein komplexes Konstrukt, welches vielen internalen sowie externalen Einflüssen unterliege. So komme es beispielsweise auch darauf an, ob es einen Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit gebe. Wer alle Ressourcen für berufliche Tätigkeiten verwende, sei zu müde, um Hobbys nachzugehen oder Freunde zu treffen. sg

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