ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Disease-Management-Programme: KV Nordrhein führt Teilnehmerverzeichnis ein

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Disease-Management-Programme: KV Nordrhein führt Teilnehmerverzeichnis ein

Dtsch Arztebl 2018; 115(20-21): A-1023

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Beispiel Diabetes: Nur Patienten, die im Disease-Management-Programm eingetragen sind, können künftig abgerechnet werden. Foto: picture alliance
Beispiel Diabetes: Nur Patienten, die im Disease-Management-Programm eingetragen sind, können künftig abgerechnet werden. Foto: picture alliance

Um Vertragsärzte bei Disease-Management-Programmen (DMP) vor Abrechnungsproblemen zu schützen, führt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) ähnlich vieler KVen im Bundesgebiet ein Teilnehmerverzeichnis ein. Dieses Verzeichnis soll zunächst Versicherte von Primärkassen erfassen. Dazu gehören unter anderem die Allgemeinen Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen. „Mit den Ersatzkassen laufen die Gespräche noch“, erläuterte Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KVNO.

Ziel sei es, nachträgliche Rückforderungen der Krankenkassen zu vermeiden und das DMP-Honorar durch Einschreibung zu sichern. Auch die Krankenkassen erhielten die DMP-Programmkostenpauschale als Gegenfinanzierung nur für eingeschriebene Patienten. Das Bundesversicherungsamt (BVA) würde dies regelmäßig prüfen. Die KVNO prüft anhand des Teilnehmerverzeichnisses, ob Patienten abgerechnet wurden, die nicht in ein DMP eingeschrieben waren. Für die Einführungsphase im dritten und vierten Quartal 2017 erhält der Arzt lediglich eine Information darüber. Das Honorar werde laut König nicht gekürzt, ab dem ersten Quartal 2018 allerdings berichtigt. Gekürzt werde es nur für Patienten, die dem Arzt bereits im vorangegangen Quartal als nicht eingeschrieben angezeigt und die daraufhin auch weiterhin nicht eingeschrieben wurden. ts

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