ArchivDeutsches Ärzteblatt20-21/2018Jürgen Dusel: Inklusion als Herzensangelegenheit

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Jürgen Dusel: Inklusion als Herzensangelegenheit

Spielberg, Petra

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Jürgen Dusel, Foto: privat
Jürgen Dusel, Foto: privat

Jürgen Dusel (53) ist seit dem 9. Mai der neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Der Jurist ist selbst von Geburt an schwer sehbehindert und war seit Mai 2010 der Behindertenbeauftragte des Landes Brandenburg. Er gilt als Fachmann mit hohem Sachverstand, der sich mit großer Leidenschaft für die Interessen von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Dusel ist nach seiner Amtsvorgängerin Verena Bentele der zweite Betroffene und Nichtabgeordnete im Amt des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung.

Für den Juristen ist die Inklusion von Behinderten für das demokratische Gemeinwesen eine Haltungsfrage, die auch Herzensbildung erfordert, wie er einmal sagte. Als Fürsprecher behinderter Menschen ist es ihm daher ein Anliegen, Barrieren in den Köpfen abzubauen und sich für Gleichberechtigung, Respekt, die Anerkennung von Vielfalt sowie soziale Gerechtigkeit starkzumachen.

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Dusel studierte nach dem Abitur Jura in Heidelberg. Von 1996 bis 1998 war er Jurist bei der Hauptfürsorgestelle Mecklenburg-Vorpommern. 1998 übernahm er die Leitung des Dezernats „Heimaufsicht/überörtliche Betreuungsbehörde“ beim brandenburgischen Landesamt für Soziales und Versorgung in Cottbus. Dort wurde er 2002 Leiter des Integrationsamtes. Von 2002 bis 2009 war er Mitglied im Landesbehindertenbeirat Brandenburg. Von 2009 bis 2010 war er als Dezernatsleiter verantwortlich für die Fachaufsicht über die psychiatrischen Kliniken und Fachabteilungen im Land. Petra Spielberg

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