ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2018Strategien in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Strategien in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose

Strategies for treating scoliosis in early childhood

Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 371-6; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0371

Ridderbusch, Karsten; Spiro, Alexander S.; Kunkel, Philip; Grolle, Benjamin; Stücker, Ralf; Rupprecht, Martin

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Hintergrund: Die frühkindlichen Skoliosen sind definiert als Wirbelsäulenverkrümmungen jeglicher Ätiologie, die vor dem 10. Lebensjahr auftreten. Hier besteht ein hohes Risiko für die Kinder, restriktive Lungenfunktionsstörungen zu entwickeln. Die Therapie stellt die Behandler aufgrund der Komplexität und hohen Morbidität der Erkrankung vor große Herausforderungen.

Methode: Diese Arbeit beruht auf einer selektiven Literaturrecherche sowie auf den Ergebnissen einer retrospektiven Studie.

Ergebnisse: Neben den verschiedenen konservativen Therapieverfahren, wie der Physiotherapie, dem Casting (redressierenden Gipsen) und der Korsettbehandlung, ist bei den progredienten Skoliosen zumeist eine frühzeitige operative Intervention notwendig. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl neuer sogenannter Non-Fusion-Techniken als operative Behandlungsmethoden der frühkindlichen Skoliosen entwickelt. Das Ziel dieser neuen Strategie ist es, frühe Fusionsoperationen zu vermeiden und neben der Korrektur der Skoliose das weitere Wachstum für Brustkorb, Lunge und Wirbelsäule zu ermöglichen. In einem Exkurs wird eine neuartige wachstumserhaltende Wirbelsäulenoperation mit Magnettechnik anhand eigener mittelfristiger Ergebnisse vorgestellt.

Schlussfolgerung: Aufgrund der unterschiedlichen Ätiologien der frühkindlichen Skoliosen bei gleichzeitig geringer Prävalenz gibt es in der Literatur bislang für dieses kleine, risikobehaftete Patientenkollektiv kaum randomisierte kontrollierte Studien. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es essenziell, eine gute und engmaschige Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen herbeizuführen. Konservative Maßnahmen, wie Physiotherapie, Casting und Korsetttherapie, können die oftmals notwendige Operation hinauszögern und insbesondere bei den idiopathischen frühkindlichen Skoliosen sogar verhindern. Die neuen Non-Fusion-Techniken ermöglichen neben der Korrektur der Skoliose das weitere Wachstum von Wirbelsäule, Brustkorb und Lunge.

LNSLNS

Die frühkindlichen Skoliosen (Early-onset-Skoliosen, EOS) sind definiert als Wirbelsäulenverkrümmungen jeglicher Ätiologie, die vor dem 10. Lebensjahr auftreten (1, 2). Das Ausmaß der Skoliose wird mit der Methode nach Cobb radiologisch in der Wirbelsäulen-a.-p.-Aufnahme in Grad bestimmt. Ab einem Krümmungswinkel von 10 Grad spricht man von einer Skoliose. Die Therapie der Erkrankung erfordert ein umfassendes Wissen über die Ursachen, der physiologischen Entwicklung von Thorax und Wirbelsäule und des natürlichen Verlaufs der Skoliose. Kinder unter 10 Jahren mit progredienten EOS haben aufgrund der entstehenden Thoraxveränderungen während der kritischen Phase der Lungenentwicklung ein hohes Risiko, an restriktiven Lungenfunktionsstörungen zu erkranken (3). Muirhead et al. bezifferten das Risiko für moderate und schwere Ventilationsstörungen bei infantilen und kongenitalen EOS auf 34 % (4). Das therapeutische Spektrum der EOS reicht von klinischen Verlaufskontrollen, Physiotherapie, serieller Gipsredression über Korsettbehandlung bis hin zu wachstumserhaltenden Operationsverfahren. Die frühe Fusionsoperation wurde hierbei von den Implantaten, die ein weiteres Wachstum der Wirbelsäule ermöglichen, als Behandlung der Wahl abgelöst.

Derzeitiges Ziel in der Therapie der frühkindlichen Skoliose ist es, die Progredienz der Skoliose zu kontrollieren und dabei ein weiteres Wachstum von Wirbelsäule und Thorax zuzulassen.

Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen
Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen
Abbildung
Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen

Prävalenz und Ätiologie

Die genaue Prävalenz der EOS ist nicht bekannt. Sie wird für idiopathische Adoleszentenskoliosen > 10 Grad mit 2–3 % beziffert (5). Die Behandlung ist infolge der inhomogenen Krankheitsbilder und der unterschiedlichen Komorbiditäten sehr komplex. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen liegt der Skoliose keine allgemeine pathophysiologische Endstrecke zugrunde.

Die Progredienz der EOS variiert stark entsprechend ihrer Ausprägung und Ätiologie. Es sind hierbei

  • kongenitale Fehlbildungen
  • neuromuskuläre Erkrankungen, wie zum Beispiel die spinale Muskelatrophie oder Meningomyelozele
  • skolioseassoziierte Syndrome, wie zum Beispiel das Marfan- oder das Ehlers-Danlos-Syndrom
  • die Neurofibromatose
  • Skoliosen idiopathischer Genese

zu unterscheiden. Insbesondere die kongenitalen Skoliosen mit angeborenen Wirbelkörperfehlbildungen oder die komplexen Fehlbildungen einschließlich Thoraxdysplasien oder spondylokostaler Dysplasien (Jarcho-Levin-Syndrom) bedürfen einer spezifischen und frühzeitigen Behandlung (eTabelle).

Demografische Daten und Komplikationen
Demografische Daten und Komplikationen
eTabelle
Demografische Daten und Komplikationen

Die idiopathischen Skoliosen werden bei Auftreten im ersten bis dritten Lebensjahr als infantile und zwischen dem vierten und neunten Lebensjahr als juvenile Skoliosen beschrieben (Kasten). Bei den infantilen Skoliosen unterscheidet man zwischen benignen Verlaufsformen mit Spontanremission (in bis zu 80 % der Fälle) und malignen progredienten Erkrankungen (6). Infantile progrediente Skoliosen verlaufen unbehandelt aufgrund kardiopulmonaler Komplikationen sehr ungünstig mit hoher Morbidität und Mortalität (7). Jungen und Mädchen sind gleich häufig betroffen (8). Durch die Art der Skolioseausprägung kann hier zwischen benignen und malignen Verlaufsformen eingeteilt werden. So ist eine flexible harmonische c-förmige Verbiegung zumeist benigne, wohingegen kurze strukturelle Störungen oft von maligner/progredienter Natur sind (6). Generell sollte bei allen progredienten Skoliosen über 20 Grad nach Cobb zum Ausschluss von intraspinalen Pathologien eine Kernspintomographie (MRT) der gesamten Wirbelsäule durchgeführt werden. So konnten Zhang et al. in ihrer Studie von 504 kernspintomographisch untersuchten infantilen und juvenilen Skoliosen bei 18,7 % der Patienten intraspinale Pathologien wie Arnold-Chiari-Malformationen, Tethered-cord-, Syrinx- und Split-cord-Malformationen nachweisen (9).

Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose
Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose
Kasten
Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose

Pulmonale Problematik, Thorax- und Wirbelsäulenwachstum

Das Augenmerk des Pneumologen liegt bei den EOS insbesondere auf der integren Funktion des Lungenparenchyms, im Ergebnis also einem erfolgreichen Gasaustausch. Notwendig hierfür ist eine ungestörte prä- und insbesondere auch postnatale Lungenentwicklung. Die eigentliche Alveolenbildung, also die Differenzierung von den Primär- zu den sogenannten Sekundärsepten, beginnt in der 36. Gestationswoche und endet im dritten Lebensjahr, sodass bei Geburt nur etwa ein Drittel der später vorhandenen Alveolen voll funktionsfähig sind. Erst ab dem dritten Lebensjahr besitzt die Lunge eine adulte Morphologie, sodass die ausgereifte Lunge dann in die Phase des „einfachen“ Lungenwachstums übergeht (10, 11). Das Thoraxvolumen beträgt bei Neugeborenen 6 %, mit dem fünften Lebensjahr 30 % und mit zehn Jahren 50 % seiner finalen Größe bei Wachstumsabschluss (12). Eine Kompromittierung der Thoraxkonfiguration, beispielsweise durch das frühe Auftreten einer Skoliose oder einer frühzeitigen Spondylodese, behindert somit die strukturelle Reifung wie auch die quantitative Entwicklung des Lungenparenchyms (13). Das Wachstum der Wirbelsäule Th1–S1 ist insbesondere in den ersten fünf Lebensjahren mit 2 cm/Jahr sehr schnell. Es erreicht dann zwischen dem fünften und zehnten Lebensjahr eine Plateauphase (1 cm/Jahr) und akzeleriert dann erneut während des pubertären Wachstumsschubes auf 1,8 cm/Jahr (12).

Indikationsstellung zur Operation

Die Indikationsstellung zur operativen Behandlung sollte bei den EOS vor allem von der Progredienz und/oder der Ausbildung einer Thoraxdeformität und nicht ausschließlich vom Cobb-Winkel abhängig gemacht werden. Sie besteht jedoch im Allgemeinen bei progredienten Skoliosen > 50 Grad (1416).

Primäre Fusionsoperationen im Sinne einer frühzeitigen Spondylodese sollten vermieden werden, da sie das noch ausstehende Wirbelsäulen- und Thoraxwachstums einschränken oder sogar verhindern (6, 1721).

Diskussion

Aufgrund des Wachstums und des heterogenen Krankheitsbildes stellt die konservative und operative Behandlung der frühkindlichen Skoliose eine große Herausforderung dar. Bezüglich der konservativen Therapie lassen sich mit der Physiotherapie, der seriellen Gipsredression und der Korsetttherapie drei Säulen differenzieren. In der operativen Therapie frühkindlicher Skoliosen sind die wachstumserhaltenden Verfahren nicht mehr wegzudenken (Kasten).

Physiotherapie

Aus Sicht der Autoren ist eine spezifische Krankengymnastik in der konservativen Skoliosebehandlung unverzichtbar, die bei milden Deformitäten (Cobb-Winkel < 20 Grad) begonnen werden sollte. Die evidenzbasierte Datenlage bei EOS hierzu ist jedoch schwach. In kurzzeitigen Nachuntersuchungen konnte bei idiopathischen Adoleszentenskoliosen mit kleinem Patientenkollektiv mit milden Skoliosen die wirbelsäulenspezifische Krankengymnastik eine gewisse Wirksamkeit zeigen (2224). Die Wirbelsäule und die Rumpfmuskulatur soll dadurch stabilisiert sowie sekundäre Funktionsstörungen vermieden werden.

Serielle Gipsredression (Casting)

Unter verschiedenen Ätiologien der EOS sind die idiopathischen EOS für die Gipsredression, dem sogenannten Casting, am zugänglichsten. Die in Narkose auf einem speziellen Gipstisch (Risser-Tisch) durchgeführte derotierende und extendierende Gipsredression hat bei korrekter Anwendung keine zusätzliche Deformierung des Brustkorbs zur Folge. Durch die seriellen Gipse soll eine Derotation und Begradigung der Krümmung erreicht werden. Insgesamt wird der Gips dreimal redressiert und das Gipskorsett wird für jeweils einen Monat getragen. Im Anschluss daran erfolgt dann die Korsetttherapie. Das serielle Casting kann in der Regel bei Kindern bis zum fünften Lebensjahr gut durchgeführt werden. Vor allem bei Kindern, die nicht an einem Syndrom erkrankt sind, kann diese Behandlung eine Skoliose sogar vollständig korrigieren. Die von Mehta (25) beschriebenen Techniken des seriellen Castings sind gut dokumentiert und zeigen beachtliche Ergebnisse in der konservativen Behandlung der idiopathischen frühkindlichen Skoliose.

Korsetttherapie

Als dritte Säule hat die Korsetttherapie einen großen Stellenwert in der konservativen Behandlung der idiopathischen EOS. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Korsetttherapie ist neben einem individuell angefertigten Korsett die multidisziplinäre Kontrolle durch die behandelnden Ärzte, die Orthopädietechniker und die Physiotherapeuten. Vor allem beim Kleinkind sind die noch horizontal stehenden Rippen sehr weich, sodass durch inadäquaten Druck eines falsch angepassten Korsetts selbst Thoraxdeformitäten erzeugt werden können. Grundsätzlich sollte die Korsetttherapie daher anhand der Prinzipien von Mehta (25) bei entsprechenden Skoliosen > 20 Grad nach Cobb durchgeführt werden. Als Ziel in der Korsetttherapie sollte eine Reduktion der Primärkrümmung um 50 % angestrebt werden. Bezüglich der verschiedenen Korsettarten haben sich das modifizierte Chêneau-Korsett und das Boston-Korsett als effektiv erwiesen und sind entsprechend weit verbreitet (26). Neben der richtigen Passform des Korsetts ist die gute Patientenführung hierbei von zentraler Bedeutung, da der Erfolg der Therapie wesentlich von der Akzeptanz und Tragedauer des Korsetts abhängt. Bezüglich der Korsetttherapie der idiopathischen adoleszenten Skoliose (Patienten älter als zehn Jahre) ist die Evidenzlage gut (27). So konnten Katz et al. aufzeigen, dass es bei einer Tragedauer des Korsetts > 12 h/Tag bei 82 % der Patienten zu keiner weiteren Progredienz der Skoliose kam (28). Die prospektiv randomisierte Level-1-„BrAIST-Studie“ konnte die Wirksamkeit der Korsetttherapie bei idiopathischen Adoleszentenskoliosen im Vergleich zur reinen Beobachtung nachweisen. So war bei 75 % der zur Korsetttherapie ausgewählten Patienten die Therapie erfolgreich im Vergleich zu 42 % in der reinen Beobachtungsgruppe. Der Therapieerfolg wurde mit Skoliosen < 50 Grad nach Cobb bis zum Wachstumsabschluss festgelegt.

Weiterhin wurde der klare Zusammenhang zwischen täglicher Tragezeit des Korsetts und Wirksamkeit der Therapie bestätigt. Eine Korsetttragedauer von 0–6 h/Tag führte zu einer Verbesserung bei 41 %, bei einer Tragedauer > 2,9 h/Tag lag die Erfolgsrate bei 90–93 % (29).

Non-Fusion-Techniken

Die Spondylodesen führen im Kindesalter zu disproportioniertem Wachstum mit verkürzter Rumpfhöhe und den damit verbundenen Nebeneffekten für das Brustkorbwachstum und die Entwicklung der Lungen. So konnten Karol et al. zeigen, dass die Anzahl der fusionierten Wirbelsäulensegmente eng mit einer Verringerung der Vitalkapazität korreliert. Um restriktive Lungenfunktionsstörungen als Erwachsener zu vermeiden, sollte die Thoraxhöhe (Th1–Th12) 22 cm bei Wachstumsabschluss nicht unterschreiten (30). Spondylodeseoperationen, die bei ausgeprägten Adoleszentenskoliosen die Therapie der Wahl darstellen, sollten bei frühkindlichen Skoliosen daher keine Rolle mehr spielen oder allenfalls kurzstreckig erfolgen, wie zum Beispiel im Rahmen einer Halbwirbelresektion. Es wurden verschiedene „mitwachsende“, nichtfusionierende Verfahren, wie das VEPTR-Verfahren („vertical expandable prosthetic titanium rib) oder die konventionelle Growing-rod-Technik, entwickelt. Das „Mitwachsen“ dieser Implantate musste bisher jedoch über repetitive operative Distraktionen sichergestellt werden. Diese Distraktionsoperationen müssen zumeist alle sechs Monate durchgeführt werden und sind mit einer signifikanten Komplikationsrate und einer erheblichen psychischen Belastung der Kinder assoziiert (3133).

Bei dem seit 2012 zertifizierten Shilla-Verfahren wird die Hauptkrümmung der Skoliose mit Pedikelschrauben instrumentiert und über Stäbe korrigiert. Proximal und distal der Deformität werden die Stäbe in multiaxialen Gleitschrauben geführt, die ein weiteres Wachstum der Wirbelsäule entlang dieser Stäbe ermöglichen (34). Weitere Verfahren sind das anterolaterale Tethering und die Staples, die bislang nur bei sehr kleinen Patientenkollektiven verwendet wurden (35). Hierbei werden die konvexseitigen Wirbelkörper der Skoliose geklammert. Der dadurch entstehende Epiphyseodeseeffekt, welcher auch erfolgreich bei der Wachstumslenkung an den Extremitäten verwendet wird, begradigt die Krümmung durch das weitere Wachstum, ohne die Wirbelsäule selber zu versteifen.

Das am weitesten verbreitete Non-Fusion-Verfahren ist der magnetisch verlängerbare Wachstumsstab („magnetically controlled growing rod“. Diese „growing rods“ werden oberhalb und unterhalb der Skoliose an der Wirbelsäule operativ verankert. Entgegen konventioneller Growing-rod-Systeme können diese Stäbe während des Wachstums des Kindes über die Haut mittels Elektromagneten distrahiert werden. Diese, zumeist alle vier Monate, durchgeführte Distraktion erfolgt ambulant ohne Narkose (36). Dies erspart den Kindern die bislang notwendigen repetitiven Verlängerungsoperationen (37), postoperative Schmerzen und stationäre Aufenthalte (Kasten).

Neben der Wahl der entsprechenden Non-Fusion-Technik muss eine sorgfältige präoperative Indikationsstellung sowie Abklärung und Einschätzung des Operations- und Narkoserisikos erfolgen. Nach Wachstumsabschluss wird in der Regel die Implantatentfernung mit anschließender Spondylodese notwendig, um eine künftige Progression der Deformität zu vermeiden. Weitere klinische und radiologische Nachkontrollen sind im Verlauf notwendig.

Schlussfolgerung

Aufgrund der unterschiedlichen Ätiologien der Early-onset-Skoliosen bei gleichzeitig geringer Prävalenz gibt es in der Literatur bislang für dieses kleine, risikobehaftete Patientenkollektiv kaum randomisierte kontrollierte Studien. Für die erfolgreiche Behandlung ist es daher essenziell, dass alle beteiligten Fachdisziplinen gut und engmaschig zusammenarbeiten. Konservative Maßnahmen, wie Physiotherapie, Casting und Korsetttherapie, können die oftmals notwendige Operation hinauszögern und insbesondere bei idiopathischen frühkindlichen Skoliosen sogar verhindern. Bei progredienten Skoliosen trotz konservativer Therapie (> 50 Grad nach Cobb) sollte vor einer geplanten Operation eine umfassende interdisziplinäre Untersuchung des Kindes im Sinne einer Risikoevaluierung durchgeführt werden. Neue Non-Fusion-Techniken ermöglichen neben der Korrektur der Skoliose das weitere Wachstum von Wirbelsäule, Brustkorb und Lunge. Dabei können frühzeitige Spondylodesen beim wachsenden Kind vermieden werden (3840).

Interessenkonflikt
Dr. Ridderbusch erhielt Erstattung für Reise- und Übernachtungskosten von Orthovative. Nuvasive honorierte ihn für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen.

Prof. Stücker wurden Teilnahmegebühren für Kongresse sowie Reise- und Übernachtungskosten von Nuvasive erstattet. Nuvasive honorierte ihn auch für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 4. 2017, revidierte Fassung angenommen: 19. 3. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Karsten Ridderbusch
Abteilung für Kinderorthopädie
Altonaer Kinderkrankenhaus
Bleickenallee 38
22763 Hamburg
karsten.ridderbusch@kinderkrankenhaus.net

Zitierweise
Ridderbusch K, Spiro AS, Kunkel P, Grolle B, Stücker R, Rupprecht M:
Strategies for treating scoliosis in early childhood. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 371–6. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0371

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Zusatzmaterial
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Abteilung für Kinderorthopädie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg:
Dr. med. Karsten Ridderbusch, PD Dr. med. Alexander S. Spiro, Prof. Dr. med. Ralf Stücker,
Prof. Dr. med. Martin Rupprecht
Orthopädische Klinik, Universität Hamburg-Eppendorf: Dr. med. Karsten Ridderbusch, PD Dr. med. Alexander S. Spiro, Prof. Dr. med. Ralf Stücker, Prof. Dr. med. Martin Rupprecht
Abteilung für Kinderneurochirurgie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg: Dr. med. Philip Kunkel
Abteilung für Pädiatrie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg: Dr. med. Benjamin Grolle
Dr. Kunkel erhielt Honorare für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen von Nuvasive
PD Spiro, Dr. Grolle und Prof. Rupprecht erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen
Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen
Abbildung
Skoliose aufgrund einer unklaren Muskelerkrankung bei einem sechsjährigen Mädchen
Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose
Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose
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Exkurs: magnetisch distrahierbare „growing rods“ in der Behandlung der frühkindlichen Skoliose
Demografische Daten und Komplikationen
Demografische Daten und Komplikationen
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